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ARBEIT

- Arbeit, die nichts als Arbeit ist, wird zum Ekel: Man sehnt sich nach des Lebens Bächen, ach, nach des Lebens Quelle hin. (Faust)
- ist Pflicht der sittlichen Existenzberechtigung der physischen Persönlichkeit; von daher darf die Regelung der Arbeitsverhältnisse nicht dem natürlichen Getriebe von Angebot und Nachfrage und der Ertrag der Arbeit nicht dem Mechanismus des gesellschaftlichen Interessenkampfes überlassen werden; der Staat muß hier als das von der Vernunft diktierte Gesetz eingreifen (Fichte)
- ist gegen die Natur und Gott (Gurdjieff)
- Bildungsmoment des menschlichen Selbstbewußtseins: In der Arbeit stellt der Mensch durch Formgebung sein eigenes Wesen auf Dauer. Er kann sich in der von ihm bearbeiteten Natur als sich selbst anschauen und wissen. (Hegel)
- notwendiger Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur (Heß)
- heißt, Gebrauchswerte zu produzieren, eine gegenständliche Tätigkeit, wodurch sich dem Menschen nach seiner Entfremdung die Natur wieder erschließt: Arbeit ist das Zentrum eines kognitiven Bildungsprozesses (Marx)
- harte Arbeit schafft das Prinzip der Sicherheit, aber wird dadurch als oberste Gottheit angebetet → dem Leben will jegliche Gefahr genommen werden, was eine Hinwegtäuschung über die tatsächlichen Gefahren bewirkt (Nietzsche)
- bedarf der Kompensation, als da sind Kontemplation, Gebet und Frömmigkeit, geistiges Schaffen, Lebensgenuß, Pflege liebevoller Beziehungen aller Art, Geselligkeit, politisch-staatsbürgerliche Betätigung (Scheler)
- das alterprobte asketische Mittel, als welches sie in der Kirche des Abendlandes von jeher geschätzt war
- von Gott vorgeschriebener Selbstzweck des Lebens, d.i. Protestantismus → Gegensatz zum Mittelalter, denn Thomas von Aquin definierte Arbeit als naturali ratione, als Notwendigkeit zur Erhaltung des Lebens des einzelnen und der Gesamtheit (Weber)

 
arbeit.txt (766 views) · Zuletzt geändert: 2016/01/06 17:09 von aerolith
 
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