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BÖSE

- ist dem Griechen kein GOTT → er wendet sich an seine Heroen und GÖTTER um Schutz vor den KAKA;
- keine SUBSTANZ, sondern Willenseinrichtung
- die Abkehr vom unveränderlichen Guten zu veränderlichen Gütern (AUGUSTIN)
- ursachet das Gute als den WILLEN, damit er wieder nach seinem Urstand, d.i. GOTT, ringet und das Gute begehre → das Gute hat keine QUAL und begehrt nichts, denn es weiß nichts Besseres in sich oder von sich (BÖHME)
- Weder Unschuld noch Wachsamkeit bieten Schutz gegen die MACHT des Bösen. (CĂLUSARI)
- das MITTEL gegen den FRIEDEN: LASTER (HOBBES)
kein Platz im Intelligiblen, nur in der Sinnenwelt → durchläuft folgende Stufen:

  1. Schwachheit
  2. Unlauterkeit
  3. Verderbtheit (KANT)

- scheint auf Gerechte und Ungerechte (MUSIL)
- FORM- und MAßLOSIGKEIT
- liegt ursprünglich in der SEELE: THEMA des Phädros von PLATONn
- kann nicht beseitigt werden, denn es muß immer etwas dem Guten entgegengesetzt sein → Andererseits kann das Böse nicht seinen Platz unter den Göttern haben, sondern muß unvermeidlich über die menschliche NATUR und diese ERDE hinschweben. → GEGENSATZ zu LEIBNIZ (Platon)
- lebt durch den Widerstand, also muß der individuelle Verzicht auf das eigentliche RECHT den TOD des Bösen bedeuten: Tod des Bösen durch Nichtbeachten (TOLSTOI)

siehe auch: SCHELLING

boese.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:07 (Externe Bearbeitung)