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BRÜNING

Heinrich Brüning

1885-1970
POLITIKER und JURIST
- führte erfolgreich im WELTKRIEG eine MGSS (MG-Sonderstellung) innerhalb der 79. Reservedivision an der Westfront und erhielt 1918 eine schriftliche Belobigung Hindenburgs → Frontkämpferehre
- als Kanzler bereiste er 1931 Ostpreußen, wo es aufgrund seiner rigiden Sparpolitik und fehlendem Schutz der Deutschen vor den häufig einfallenden und plündernden Polen zu Massenprotesten gegen seine POLITIK kam
- Brüning reagierte mit einem Siedlungsprogramm, das vorsah, sanierungsunfähige GÜTER, v.a. in Ostelbien, als Siedlungsland auszugeben und somit Neubesitz zu bilden → Kritiker nannten das Agrarbolschewismus
- stützte viele Banken 1931, so daß der STAAT in den Besitz billiger Aktien gelangte, die nach Beendigung der Wirtschaftskrise wieder stiegen
- wurde von den kommunistischen Anhängern „Hungerkanzler“ gerufen

Brünings Regierungsprogramm

Lösung folgender Aufgaben:

  1. Schritt für Schritt - im Rahmen der VERFASSUNG bleibend - die Autorität des Staatsoberhaupts gegenüber dem PARLAMENT so zu stärken, daß mit Ausnahme eines in der Anwendung beschränkten Mißtrauensvotums das Staatsoberhaupt die Zusammensetzung der Regierung im wesentlichen bestimmen könne;
  2. schrittweise Zurückführung der finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands auf eine der unglücklichen Lage Deutschlands entsprechende Grundlage;
  3. Kampf um Streichung der Reparationen und Gleichberechtigung Deutschlands;
  4. Politik so gestalten, daß die Wiederwahl des Präsidenten gesichert sei;
  5. Verbindungen nach rechts und links knüpfen, um eine breite MEHRHEIT für die POLITIK zu gewährleisten

Wertung

- betrieb die Politik des Als-ob, die aus FIKTION WIRKLICHKEIT werden lassen will (Doehring)

bruening.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:07 (Externe Bearbeitung)