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celtis

CELTIS

Konrad Celtis

1459-1508
DICHTER
- verbindet CHRISTENTUM mit ANTIKEBarockdichter SEHEN in Celtis den ersten deutschen Dichter: Vivo!
- will die Musen ins LAND führen
- wurde seit 1487 als poeta laureatus verehrt, fand aber bei den Nachgeborenen kaum Beachtung
- fand in St. Emmeram bei Regensburg die einzig überlieferte Abschrift der Werke Hrosviths (Roswitha von Gandersheim), insbesondere erregten die Dramen der Nonne Aufsehen in der Gelehrtenwelt, die Celtis danach neu publizierte → stellte im REICH die römische Sprachkultur her, auch BEDEUTUNG fürs THEATER und für Festspiele
- Gründer der Donaugesellschaft zu WIEN, einer der ersten sodalitates literariae in DEUTSCHLAND
- lehrte in ITALIEN, ERFURT, Krakau, Danzig, PRAG, Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt, Heidelberg, Wien über die GEOGRAPHIE Deutschlands, las aus TACITUS und über eine Karte aus dem 4. Jahrhundert - wahrscheinlich eine Karte Castorius', die dieser nach AGRIPPAs Vorlage anfertigte - des römischen Kaiserreichs, außerdem befaßte er sich mit Friedrich I. Barbarossa, über den ein EPOS namens Ligurinus aufgefunden ward
- soll dem Augsburger Ratsschreiber PEUTINGER eine Karte Agrippas vom Römischen Reich gegeben haben, wovon dieser eine Abschrift anfertigte
- äußerte sich in seiner Ingolstadter Antrittsrede 1492 über die Aufgaben der TOPOGRAPHIE, die er als darstellende Erdbeschreibung, als Mitding zwischen Beschreibung und ERZÄHLUNG von der ERDE auffaßte
- ein EPIGRAMM über DÜRER verglich diesen mit ALBERTUS Magnus
- vier Damen aus Deutschland steht in amores jeweils eine LANDSCHAFT zu → so beschreibt er seine LIEBE zu Deutschland:

ars versificandi et carminum

1486
- eine DICHTKUNST, die sich auf die KLASSIKER beruft

celtis.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:07 (Externe Bearbeitung)