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CHRISTENTUM

das sittlich Wirksame
- Deutschland wurde von England und Irland aus im 8. Jahrhundert missioniert
- auch die kleingotische Mission im 5./6. Jahrhundert ist hier zu nennen, setzte sich jedoch nicht durch, bestenfalls wurden die Germanen Arianer;
- will Kälte tilgen durch Liebesgebot (Adorno)
- innere Tüchtigkeit und Redlichkeit (Bahrt)
- daß es eines Tages in der Welt war, hat einen v.a. literarischen Grund, keinen monumentalen oder archäologischen (Bernouilly)
- schützt den Eigentumsbegriff als ein Fundament der menschlichen Entwicklung, stellt aber das Großkapital nicht als ideale Wirtschaftsform hin → siehe quadragesimo anno (Emminger)
- seien Meinung von der Welt ist pessimistisch: die Existenz ist die Sphäre des Leids, der Ungerechtigkeit, des Kampfes der nebeneinander Existierenden; es gibt nur eine Rettung: dem Menschen eine innere Zuflucht schaffen, wo der Unterschied der Klassen aufgehoben ist udn alle gleich sind (Flake)
- die Hoheit und sittliche Kultur des Christentums ist nicht zu übertreffen (Goethe)
- Die christliche Religion ist Stufe der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit; sie ist die teilweise und nicht totale Offenbarung Gottes. (Heß)
- weltloses Stehen vor Gott (Kierkegaard)
- gab Eros Gift, aber schuf die Möglichkeit der seelischen Passion und Ekstase (Lessing)
- das messianische Erdenreich ist Zwischenzustand (Mähl)
- verkehrte Welt (Marx)
- schuf Erkenntnis des Todes und vernichtete die Empfindung der animalischen Unsterblichkeit
- prägte die Unabwendbarkeit des Gedankens an das Ende der ganzen Menschheit → daß hinfort keine Zeit mehr sein soll, Off. 10,6 (Mereschkowski)
- die verhängnisvollste und verführerischste Lüge, die es je gegeben hat
- Erwartungserscheinung mit Verfalls- und Ausscheidungselementen
- seine treibende Kraft ist die Auflehnung der Mißratenen
- die Auflehnung setzte mit Paulus ein, der kein Schamgefühl kannte (Nietzsche)
- für den Gräzisten eine eingöttliche Ersatzreligion (Rohde)
- Den Geist des Christentums machen Freundlichkeit, Güte, Nächsten­liebe und vor allem Redlichkeit aus. (Saint-Simon)
- entfaltete sich erst mit seinem Heraustreten aus einer Reihe gleichmäßig gnostisch orientierter Mysterienkulte (Schaeder)
- aber auch nur vermittelt durch das Christentum ist die freie Religion, nicht unmittelbar durch dasselbe gesetzt
- schuf nicht den Geist der Jahrhunderte, in denen es erstand, sondern war selbst Frucht des Geistes dieser Jahrhunderte, es war zuerst nur eine Äußerung und das Erste, was diesen Geist aussprach und ihn dadurch fixierte
- die objektive Erklärung des Christentums: die vollkommene Gemeinschaft des Seyns zwischen dem Vater und dem Sohne und dem alles schließlich unter sich enthaltenden und in tiefem Sinne ebenfalls beherrschenden Geist herzustellen
- enthält am Ende, wie jede Erscheinung, den Schlüssel seines Begreifens; dieser liegt vorzüglich in den Fingerzeigen, die auf jene göttliche Ökonomie hindeuten, nach welcher zwischen den höchsten Ursachen zugleich ein Verhältnis der Sukzession (Schelling)
- Hält man sich an den eigentümlichen Charakter des Christentums, der es von allen monotheistischen Religionen unterscheidet, so liegt er in nichts anderem als in der Aufhebung des Gesetzes, an dessen Stelle das Christentum eine freie Neigung gesetzt haben will. Es ist also in seiner reinen Form Darstellung schöner Sittlichkeit oder der Menschwerdung des Heiligen und in diesem Sinne die einzige ästhetische Religion. (Schiller)
- steht zwischen Antike und Moderne (Spengler)
- in der Form eines reinen Naturalismus a la Rousseau ein Sideroxylon der neueren Theologie und Philosophie (Starck)
- radikaler Individualismus, der keine Staatlichkeit verträgt, weil er apolitisch ist (Unamuno)
- eher weniger überweltliche Gotteskonzeption → Trinität verleiht dem Göttlichen menschliche Züge (Weber)

deutsches Christentum

- wurzelt nicht in Palästina, sondern in der westeuropäischen Kirche, die nicht das Alte Testament, sondern die Gedankenreihen hellenistischer Juden nicht sowohl selbst aufgenommen, als von der diese Ideen berücksichtigenden griechischen Kirche des Orients übernommen hat (Lagarde)

Gefahren des (protestantischen) Christentums

  1. das Katholisch-Werden:
  2. das Orthodox-Werden und
  3. die Kollaboration mit dem Staat (Harnack)

Geniestreich des Christentums

- Gott an sich selbst bezahlt machend (Nietzsche)

mittelalterliches Christentum

- Als es die Herzen erobert hatte, sah es sich vor der Aufgabe, den irdischen Staat nach seinen Ideen zu gestalten; aber das war der zweite Verrat [nach dem Verrat an den Armen, die es den Reichen überließ und die Hoffnung auf Gerechtigkeit in die seelische Sphäre verschob]: Es suchte als Kirche Macht zu werden und errichtete, statt die Gesellschaft umzuformen, den Priesterstaat, den mittelalterlichen Absolutismus, der sich mit den weltlichen Mächten aufs beste stand, arm und reich, Herren und Sklaven, bestehen ließ. (Flake)

negatives Christentum

- syrisch-etruskischen Ursprungs: Jesus' Tod ist die Hoffnung der Welt (Rosenberg)

positives Christentum

- das Leben Christi ist wichtig, nicht sein Tod (Rosenberg)

 
christentum.txt (725 views) · Zuletzt geändert: 2017/09/03 12:24 von aerolith
 
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