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DEUTSCHE GESCHICHTE

in Kürze

- Gegensatz zwischen Königtum und Stammesherzogtum beziehungsweise Reichsgewalt und Sondergewalten adeliger Herren auf landschaftlicher Grundlage, der im 13.Jahrhundert zugunsten der adeligen Herren entschieden wurde → deshalb müssen die deutschen Könige als Stärkende ihrer eigenen territorialen Grundlagen, Hausmacht, auftreten, was einem einheitlichen Staatsgebilde entgegenwirkte
- die deutsche Geschichte steht somit im Gegensatz zu:

Germanen, Völkerwanderung, Fränkisches Reich. Unter den letzten Karolingern wurde das Fränkische Reich aufgeteilt - Verträge von Verdun 843 und Meerssen 870 - in eine westliche Hälfte, aus dem Frankreich, und eine östliche, aus dem das Deutsche Reich entstand. Der sächsische König Heinrich I. 919-36 unterwarf die übrigen Stammesherzöge und gilt deshalb als Gründer des Deutschen Reichs - umstrittene Reichsgründung schon 911 durch den Franken Konrad, auf dessen Sterbebett ließ er die Fürsten schwören, zusammenzuhalten. Otto I. 936-73 sicherte dem Reich die Kaiserkrone, das formell bis 1806 bestand. 919-1024 sächsische Könige und Kaiser; 1024-1125 fränkische oder salische Kaiser; 1125-37 Lothar von Süpplingburg; 1138-1254 Hohenstaufen; 1256-73 Interregnum; 1273-1347 Könige und Kaiser aus verschiedenen Häusern; 1347-1437 Luxemburger; 1438-1806 Habsburger mit einer Ausnahme.
Die Politik des Reichs im Hoch-Mittelalter war bestimmt durch Abwehr der Slawen im Osten, den Kampf um die kirchliche Befugnis im Reich durch den Kaiser - Investiturstreit, scheinbar beendet durch das Wormser Konkordat 1122. Im Interregnum, der kaiserlosen Zeit 1256-73, verschob sich der politische Schwerpunkt vom Kaiser auf die Landesherren, von der Einheit zur Vielheit. Im 14.Jahrhundert schufen die sich aus vielen verstreuten Besitztümern fürstliche Territorien. Das mittelalterliche deutsche Königtum war ein Wahlkönigtum; Wähler waren die Churfürsten. Das Wahlprinzip war nicht Majorität, sondern coincidentia, Übereinstimmung; die Wahl wurde einstimmig gefaßt. Der Reichstag war beratende und beschließende Körperschaft aller weltlichen und geistlichen Fürsten und der freien Reichsstädte unter Vorsitz des Kaisers. Gesetze wurden solange beraten, bis die Wahl zu aller Zufriedenheit ausging, deshalb dauerten die Beratungen auch sehr lange und führten meist zu keinem Ergebnis. Nur der Kaiser konnte einberufen und die Gesetze letztlich verkünden. Der Kaiser durfte Gesetzesvorschläge einbringen, jedoch nicht Gesetze bestimmen, es sei denn im Kriegsfall gegen das Reich.
Im Spät-Mittelalter war der Kaiser nur mehr der primus inter pares. Seine Macht reichte so weit, wie seine Hausmacht sich erstreckte. Die Glaubenstrennung, Reformation, des 16. Jahrhunderts förderte trotz der Türkengefahr die Aufspaltung des Reichs, Schmalkaldischer Krieg 1546/47. Seit dem Augsburger Religionsfrieden 1555 galt das cuius regio, eius religio. Mit dem Konzil von Trient 1545-63 begann die Gegenreformation. Die Bildung der Protestantischen Union 1608 und der Katholischen Liga 1609 führte zum Dreißigjährigen Krieg, 1618-48, der als Religionskrieg begann und als politischer Machtkrieg mit der Ohnmacht des Reiches endete, Westfälischer Friede 1648.
Nach 1648 bauten die Kaiser ihre Hausmacht aus, wehrten die Türken ab, begann die Auseinandersetzung mit Brandenburg-Preußen und Österreich um die Vorherrschaft im Reich - Schlesischer und Siebenjähriger Krieg - Friedrich II. der Große gegen Maria Theresia. Zeitgleich war das Reich in einer Schwächeperiode und konnte den Raub von Land - Elsaß, Lothringen, Burgund, Rügen - durch ausländische Potentaten, Frankreich und Schweden, und den Abfall kapitalistisch ausgerichteter Landesteile, Holland und die Schweiz, nicht verhindern. Die Aufklärung brachte innenpolitische Reformen und ließ das Reich zum freiesten Land der Welt werden. Die Französische Revolution griff deshalb auf Deutschland nicht über, brachte jedoch den Krieg ins Land und Invasion durch Napoleon. Kaiser Franz II. legte 1806 die Kaiserkrone nieder - Ende des ersten Reichs. In einzelnen Landesteilen setzten sich bürgerliche Reformen durch, die mit dem aufkommenden Nationalismus – beides gehört zusammen - einhergingen und sich gegen alles Fremde, v.a. französische, richteten. Der Sturz Napoleons befreite Deutschland von Fremdherrschaft. Durch den Wiener Kongreß 1815 trat an die Stelle des erloschenen Reichs der Deutsche Bund mit 35 souveränen Fürsten und 4 freien Städten.
Die Frankfurter Nationalversammlung 1848 blieb Episode. Durch den Krieg gegen Österreich 1866 riß Preußen die Führung in Deutschland an sich. Österreich schied formell aus dem 1815 gegründeten Bund der Deutschen (Deutscher Bund) aus, blieb aber durch seine Volkszugehörigkeit mit Deutschland verbunden. Bismarck schuf nach dem Sieg über Frankreich 1870/71 das 2. deutsche Kaiserreich, schloß Bündnisse mit Österreich, Italien und Rußland. Unter Wilhelm II. wurde der Rückversicherungsvertrag mit Rußland gekündigt. Treu blieb nur Österreich mit Deutschland verbunden. Folge der Isolation: Krieg. Der Erster Weltkrieg 1914-18 endete für Deutschland mit der Niederlage und dem Versailler Vertrag, der ein Anschlußverbot Österreichs beinhaltete. Nachkriegsschwierigkeiten, Inflation, Reparationen, die schwierige Geburt der ersten deutschen Republik 1918/9. 1925 Hindenburg 2. Reichspräsident. 1926 Eintritt in den Völkerbund, Stresemann. In der Weltwirtschaftskrise um 1930 Hochkommen des Nationalsozialismus. 30.1.1933 Hitler Reichskanzler. Innenpolitische Gleichschaltung, Oktober 1933 Austritt aus dem Völkerbund. 1935 allgemeine Wehrpflicht, 1936 Besetzung des Rheinlands entgegen dem Versailler Vertrag. 1938 Anschluß Österreichs. 29.9.1938 Münchener Abkommen - Anschluß des Sudetenlandes. März 1939 Überfall auf die Tschechoslowakei. 1.9.1939 Angriff auf Polen, der Deutschland in den Zweite Weltkrieg führte; nach großen Anfangserfolgen Ende in totaler Niederlage, Kapitulation 8.5.1945. Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen - amerikanische, englische, französische und sowjetische Zone -, Berlin und Wien ebenfalls in vier Besatzungssektoren aufgeteilt; Grenzverschiebungen im Osten zugunsten der Sowjetunion und Polens - Oder-Neiße-Linie; Aufbau zum Teil neugeformter deutscher Staaten, Länder. Abtrennung Österreichs. Gewaltsame Ausweisung von Millionen Deutscher aus Polen, der Tschechoslowakei usw. Durch die wachsende Spannung zwischen den Westmächten und der Sowjetunion scharfe Trennung Deutschlands in die West- und Osthälfte: Entstehung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Am 1.9.1948 erstmalige Einberufung des von den 11 Landtagen gewählten Parlamentarischen Rates nach Bonn, der am 8.5.1949 eine vorläufige Verfassung, Grundgesetz, annahm, die am 24.5.1949 mit Zustimmung der drei westlichen Alliierten, unter Vorrang des Besatzungsstatuts, aber unter Protest der Sowjetunion in Kraft gesetzt wurde. Auf diesen Schritt antwortete die Sowjetzone am 7.10.1949 mit der Ausrufung der Deutschen Demokratischen Republik, die zu einem Staat einer Partei, SED, ausgebaut wird. 1961 Errichtung der Berliner Mauer durch die deutschen Kommunisten als Ergänzung zum Sperrgürtel längs der Demarkationslinie zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Nach den Umwälzungen und der friedlichen Revolution 1989/90 mußte die SED ihren Führungsanspruch in der DDR aufgeben. Die am 18.3.1990 in freier und geheimer Wahl gewählte Volkskammer nahm grundlegende Veränderungen in Angriff. Übergang zu politischen Pluralismus und sozialer Marktwirtschaft; Rechtsangleichung auf den meisten Gebieten durch die Staatsverträge am 18.5. u. 31.8.1990; Beitritt der DDR nach Artikel 23 des Grundgesetzes am 3.10.1990. Die Europäische Union verwischt nationale Grenzen zunehmend, führt aber zugleich zu einem stärker werdenden Regionalismus.

Bibliographie zur deutschen Geschichte

  • BAUMGART: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte
  • DAHLMANN-WAITZ: Quellenkunde der deutschen Geschichte
 
deutsche_geschichte.txt (312 views) · Zuletzt geändert: 2013/03/10 10:03 von aerolith
 
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