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dialog

DIALOG

REDE und Gegenrede meist zweier Figuren
- tritt in allen Formen literarischer Welterfassung auf, zuweilen auch in nichtliterarischen Formen (Reportage, wissenschaftlicher Beitrag, Interview…)

dramatischer Dialog

- dient der Auseinandersetzung, trägt Konflikt aus, was handlungsfördernd ist
- die sich auseinandersetzenden Figuren tragen ihre Standpunkte vor: Behauptungen, weniger Argumente, werden ausgetauscht, wobei die Form des Austauschs zunehmend knapper und intensiver wird → kürzere Repliken bis zur Stichomythie (emphatischer Schlagabtausch), zuweilen auch ironische Mittel, rhetorische Figuren (Personifikationen, Metaphorik, Litotes, Hyperbeln…), Beleidigungen (Invektiven, Injurien…) oder auch Handgreiflichkeiten
- für den Leser/Zuschauer entsteht Spannung aus diesem Wechselspiel, das meist noch verstärkt wird durch zwei verschiedene Methoden der Konfliktbewältigung:

  • Figur A: will etwas verbergen resp. ist scheinbar an keiner Lösung eines Konflikts interessiert
  • Figur B: will etwas aufdecken resp. will Klarheit bis zur Selbstvernichtung

Konversationsdialog

- vielfältige Formen der Konversation und KOMMUNIKATION, die verschiedene kommunikative Ziele verfolgen, meist Kontaktaufnahme oder Kontaktpflege, small talk
- kann auch ermüdendes Monologisieren enthalten, zuweilen auch Plattitüden oder das Aneinandervorbeireden
- zuweilen dient das GESPRÄCH auch nicht einem Ziel, sondern ist Konversation, die einen Zustand erhalten soll, aus dem vielleicht heraus eine Intensivierung erfolgt

dialog.txt · Zuletzt geändert: 2020/06/10 17:39 von Robert-Christian Knorr