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eichendorff

EICHENDORFF

Joseph von Eichendorff

1788-1857
DICHTER
- will dem Menschen den inneren Gleichklang vollendeten Menschentums zurückbringen (Häckel)
- hat mehr die SEHNSUCHT nach dem Unaussprechlichen als das Unaussprechliche SELBST; neuer MITTEL bediente er sich nicht, er dichtete in dem überkommenen, an das Volkslied sich anlehnenden Art, stellenweise eine gewisse Intensität durch die Beschränkung auf ein einziges, tief durchgefühltes Anschauungsgebiet erreichend (HUCH)

Aus dem Leben eines Taugenichts

ROMAN, 1826 in Danzig entstanden
- der Taugenichts lebt in der ständigen Versuchung durch die WELT der phantasielosen Tüchtigkeit, der er zu entfliehen trachtet
- er wird angetrieben von der Sehnsucht nach der hohen FRAU, die ihn fort- und wieder zurückführt, denn auch in der Ferne findet er nur eine kapitalistische Umwelt, die ihn daran hindert, seine musischen Begabungen zu entfalten
- er entstammt als Müllersohn dem einfachen VOLK, ist unverbildet und zur ARBEIT fähig und bereit, aber nirgends hat er das GEFÜHL, angekommen oder erwünscht zu sein;
- frommes Gefühl für die Heiligkeit des Nichtstuns, wobei Gottes SCHÖPFUNG demütig und lustvoll-übermütig erlebt wird, der Held eben Mensch ist (Friedell)
- Er ist ein Mensch, und er ist es so sehr, daß er überhaupt nichts anderes sein will und kann: eben deshalb ist er Taugenichts. Denn man ist selbstverständlich ein Taugenichts, wenn man nichts weiter prästiert, als eben ein Mensch zu sei. (Thomas Mann)

Werkattribute

innere Attribute: gewaltsame Versuchung des lyrischen Ichs, das durch etwas Überirdisches gerettet wird
äußere Attribute: HEIMAT und Sehnsucht, Waldhorn, Morgenschein, CHAOS, blitzende Reiter, blaue Lüfte, reißende Ströme, Wolken

eichendorff.txt · Zuletzt geändert: 2019/08/11 16:50 von Robert-Christian Knorr