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entartung

ENTARTUNG

- soll ein von NORDAU um 1892 geprägter BEGRIFF sein: siehe auch: http://www.udo-leuschner.de/nordau/entartung1.htmAdam Müller benutzte das Wort bereits um 1810 zur Beschreibung des Charakters von ADEL, Geistlichkeit und Bürgern: Alle Stände sind in gleicher Entartung versunken, alle haben den BEGRIFF ihrer EXISTENZ, anstatt der IDEE, das Private anstatt des Nationalen, das Sächliche statt des Persönlichen vergöttert. (Elemente der Staatskunst, Bd. I, S. 300.)
- LAMPRECHT benutzte das WORT „entartet“ 1891, um die deskriptive deutsche Geschichtsschreibung anzugreifen, allerdings in keinem rassistischen Zusammenhang, denn er beschreibt diese als „zu archäologischer Kleinkrämerei und Sammelwut entartet“
- Ob Volksarten aufeinander abgestimmt und verwandt sind oder nicht, das zu bestimmen liegt nicht in unserer Willkür, es ist SCHICKSAL. Verwandtschaft oder Fremdheit der Art wird nur empfunden, wird nur durch den INSTINKT erfühlt, der die eine ART mag, die andere nicht mag, ohne jedoch Rechenschaft darüber abgeben zu können. Das Erlöschen dieses Instinkts ist Entartung. (Stapel)

entartung.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:09 (Externe Bearbeitung)