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FORM

- Vorstellung von Lautbildern
- Beziehung zu den Zeichen, die diese wiederum nicht haben; also Ausdruck dieses Verhältnisses
- entspricht einem Sammlungsbegriff von Vorstellungen, die zusammengefaßt werden, um etwas präziser auszudrücken
- was einer bestimmten Menge Stoff eine teleologische Einheit verschafft (Aristoteles)
- Rücksicht auf die Form (Zeremonie) hilft die Sache erhalten (Lily Braun)
- ist mehr als ein Gebrauchswert, der sich zum Gegenstande einspinnt und mehr als der Ausdruck eines menschlichen Wesens, sondern Willensthese und ein kräftig durchgesetzter, immer wieder erhobener, am Ende gültig gewordener Anspruch: Dergleichen kann es erst geben, dergleichen gibt es aber auch sofort, wenn es Menschen gibt, die sich aus den Rhythmen des natürlichen Lebens, in denen der Bauer lebt, herausgestellt und fordernd gegen, herrschend über andere Menschen gesetzt haben. (Freyer)
- An den Formen haftet stets eine besondere Wertschätzung; da sie das Mittel für die Aufrechterhaltung der Verbindung [zum Inhalt] sind, so geht der Wert der Sache, welcher sie dienen, unvermerkt auf sie selbst über, oder es ist wenigstens stets Gefahr vorhanden, daß dies geschieht. (Harnack)
- Grunddissonanz im Dasein wird aufgelöst (Lukacs)
- einerseits die reine, dem Werden entzogene, beständige Gestalt (Rothacker)
- innere Notwendigkeit → durch sich selbst bändigend
- nicht nur Gedanken, sondern auch vernunftbedingtes Wollen
- Verbindung der Mittel zur Erreichung des Zwecks (Schiller)

besondere Form

- ist als solche ohne Wesenheit nur bloße Form, können aber antizipierend das ganze Wesen des Absoluten in sich aufnehmen (Schelling)

Der Dichter als Form-Schaffer

Der Dichter lebt in verschiedenen Welten, verschiedenen Räumen, verschiedenen Zeiten. Es ist ein Phänomen, daß eine Zeit, eine Realität in Sprache verewigt bleibt. Ein Nachgeborener kann die alte Sprache aufgreifen, sich in sie hineindenken oder -fühlen, in ihr leben und wird ein Mensch, der in sich verschiedene Zeiten vereinigt. In diesem Augenblick begreift er etwas von der Unsterblichkeit ; es ist unser großes Pfand, eben das Vergangene über Sprache in uns aufnehmen zu können!
Hier ist wichtig, daß dieser Sinnsucher in der Sprache ebenso in der Vergangenheit wie der Gegenwart heimisch ist. Das heißt, Sprache ist nicht primär der Realität einer Zeit unterworfen, vielmehr findet sich in der Sprache die Realität einer Zeit! Und so kann durch Erforschung einer Zeit, der alle Teilhabe vorausgeht, diese nicht nur begriffen werden, sondern sie kann auch wieder auferstehen. Poetisch! Sprache ist der eigentliche Former des Stoffes, nicht ein gesellschaftlicher Umstand, nicht eine Laune der Natur, nicht ein historischer Umstand. Genauer: Sprache ist ihrer Natur nach zeitlos, der Stoff aber ist zeitlicher Natur, kontextbezogen.
Heute wird auf den Bühnen, im Fernsehen und Kino ein seltsamer Realismus gegeben. Er befragt sich selbst, verlangt dies und wird in der Öffentlichkeit daran gemessen, wie kritisch er sich selbst sieht. Aber eine Alternative wird nicht gesetzt, die sich so nennen, schieben Phantasie in eine Fabelwelt mit dem Recht des Stärkeren, setzen keine Freiheit, trotzen nicht dem Gegenwärtigen, dem Gängigen, dem Muster.
Realismus wird so geistlos, bewegungslos, verharrt. Der Geist nun ist das große Gefäß, in dem sich Sprache und Stoff tummeln. Ist es nicht der Geist, der das letzte Wort spricht?

schöne Form

Aller Kultus der schönen Form ist zu verwerfen, denn erstrebenswert ist nur das Unsichtbare.

 
form.txt (882 views) · Zuletzt geändert: 2016/01/10 16:41 von aerolith
 
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