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GESELLSCHAFT

- beruht auf der Verfolgung des eigenen Interesses gegen die Interessen aller anderen, nicht auf Attraktion, d.i. Anziehung (Adorno)

- die Mitte zwischen allgemeiner Sittlichkeit und einzelner Moral (Hegel) → im Gegensatz zu Kant hält Hegel Sittlichkeit nur im Staate für möglich - Kant trennte Sitte und Staat voneinander
- nicht allein durch Ideen zu verändern (Heß)
- künstlich geschaffener Körper
- Am Anfang stand das egoistisch-individualistische Wesen. Dieser lockere Aggregatzustand heißt Naturwesen. Die Selbstbehauptung der Einzelheiten bewirkt einen Vertrag, der die natürlichen Empfindlichkeiten und Befindlichkeiten an einen Dritten übergibt und sich selbst jenem verantwortet (Staat).
- Die Leidenschaften werden in bestimmte Kanäle gebracht und so einer gewissen Selbstregulation unterworfen. (Hobbes)
- sich ausprägendes Gefüge (Locke)
- besteht nicht nur aus einzelnen Menschen – das wäre ein Haufe -, sondern aus einer Vielheit von Individuen, die gerade durch die zwischen ihnen und auf sie wirkenden, von ihrem Willen und auch von ihren Trieben völlig unabhängigen Produktionsverhältnisse in ihrem Leben und Denken bestimmt werden, wobei die Produktionsprozesse die Triebstruktur der Menschen verändern
- hat keine Psyche, kein Unbewußtes, keinen Trieb, kein Überich, wie Freud im „Unbehagen“ annimmt (Reich)
- eine durch jede Form der bewußten Vereinigung des Willens der Beteiligten geschaffene Verkehrsform, um einen gemeinsamen Zweck zu erreichen: eine Handelsgesellschaft, ein Staat (bürgerliche Gesellschaft), die rechtskräftige Vereinigung der Einzelwillen zu einem Gesamtwillen (Rotteck)

altkeltische Gesellschaft

- bis ca. 100 v.Chr. herrschte ein Sakralkönigtum vor, das von Westen nach Osten durch eine Revolution abgeschafft wurde → fortan war eher eine republikanische Ordnung vorherrschend
- diese Entwicklung machte vor der Grenze zu Germanien nicht halt, sondern erfaßte auch die Chatten und Cherusker

amerikanische Gesellschaft

an der Spitze steht eine dreisträngige Elitenkoalition:

  1. Wirtschaftsapparat: das Management der Großunternehmen mit weitgehender Verflochtenheit; enge Verflochtenheit mit Politik, wobei die Politiker nicht mehr selbst entscheiden, sondern zu ihren Entscheidungen im Sinne des Großkapitals bewegt werden bzw. stellen die Kapitalisten selbst Männer aus ihren Reihen in die erste Reihe der Politik (bereits 1952 war mehr als die Hälfte der führenden Staatsbeamten mit Männern aus der Wirtschaft besetzt);
  2. politischer Apparat: aus der losen Verbindung der Einzelstaaten mit der Bundeszentrale um 1900 wurde eine mächtige Exekutive, die entscheidende gesetzgeberische Vollmachten an sich riß (der Zweite Weltkrieg diente u.a. dazu, das politische Direktorat mit größter Machtfülle zu schaffen (Präsident, engere Mitarbeiter, Minister, Fachamtsleiter, Sekretäre), was nach 2001 noch durch den Heimatschutz weitgehend erweitert und mit diktatorischer Machtfülle ausgestattet wurde → Berufspolitiker wurden auf die mittlere Machtebene verdrängt bzw. als Handlanger eingesetzt, zudem fehlt es an Berufsbeamtentum, da jeder Gewählte seine Leute mitbringt, die er auf die ihm passenden Positionen bringt;
  3. Armee/Geheimdienste: die straffe hierarchische Organisation und das Totschlagargument der Gefährdung der inneren/nationalen Sicherheit gegen jedweden Einwand verschaffen dieser Elite immer dann Zugriff auf ihre (mutmaßlichen) Feinde, wann sie das will → Zunahme der Geheimhaltung über die Gründe wichtiger Entscheidungen und Entzug einer entsprechenden öffentlichen Diskussion, der wichtige Informationen vorenthalten werden (Wright Mills)

bürgerliche Gesellschaft

- ist beherrscht vom Äquivalent: sie macht Ungleichnamiges komparabel, indem sie es auf abstrakte Größen reduziert (Adorno)
- Die bürgerliche Gesellschaft hat von alten Bindungen die Unfreiheit befreit, aber dadurch eine Klasse hervorgebracht, die in dieser Freiheit unterdrückt ist: die Klasse der freien Lohnarbeiter. (Menasse)

freie Gesellschaft

- ist jene, die innerhalb der Sphäre ihrer Zweckerstrebung bloß durch den von ihr selbst, d.h. von allen der Vereingung Angehörigen, einwohnenden Willen bestimmt wird; die unfreie dagegen wird durch irgendeinen anderen als ihren eigenen Willen bestimmt (Rotteck)

Gesetz der Gesellschaft

- das zum Staat entwickelte Volk löst die politisch unmündigen, das zivilisierte die geistig unmündigen Nachbarn in sich auf (Mommsen)

ideale Gesellschaft

- Organisation kleiner gesellschaftlicher Einheiten, in denen das Christentum auf die Erde geholt ward (Heß)

sozialistische Gesellschaft

- In ihr darf es niemandem, einschließlich der Gesellschaft selbst, erlaubt sein, Kontrolle über die Bedürfnisse des Menschen zu haben. (Gaddafi)

Spaltung der Gesellschaft

- nicht das Übermaß an Privateigentum spaltet die Menschheit, sondern das Maß an intellektuell- moralischem Reflex mit der Natur
- in der arbeitsteiligen Gesellschaft herrscht der Widerspruch von anspannender und zugleich erschöpfender Arbeit einerseits und dem Naturtrieb befriedigenden erholsam erschlaffenden Genuß andererseits (Schiller)

Urform der menschlichen Gesellschaft

- von einem starken Männchen unumschränkt beherrschte Horde (Freud)

 
gesellschaft.txt (820 views) · Zuletzt geändert: 2013/05/23 16:54 von aerolith
 
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