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hamsun

HAMSUN

Knut Hamsun

1860-1952
norwegischer SCHRIFTSTELLER
- kein Christ, aber er glaubte an die Barmherzigkeit der Seelen, den SEGEN der ERDE und den der menschlichen Begegnung
- brüsk, hochfahrend, arrogant, heiter, aufgeschlossen, in sich gekehrt: wollte eigentlich nur Bauer sein
- bei seiner Verhaftung sagte er: Ich will, was die Polizei will.
- er haßte AMERIKA und ENGLAND, deren prüde selbstzufriedene Ignoranz und ihren aus Blechpfeifen tönenden PATRIOTISMUS
- lehnte Großstädte, Touristen und Parlamentarier ab
- war wütend über die zunehmende Verschweizerung seiner HEIMAT, über Landflucht, Fremdenverkehr und INDUSTRIALISIERUNG, weil sie die gesunde Lebensart zerstöre
- liebte die Deutschen, weil sie Norwegens KUNST immer unterstützten und so zur Weltachtung Norwegens beitrugen
- begrüßte das Programm der Nazis, ihre BLUT- und Bodenmystik, die Pläne der Vertreibung der Russen aus Spitzbergen und die Rückgewinnung Grönlands, den Plan, daß Norwegen einen ehrenvollen Platz im großgermanischen REICH einnehmen sollte
- sein Besuch bei HITLER verlief für ihn enttäuschend; er weinte, weil Hitler nicht dem BILD entsprach, das er sich von ihm gemacht hatte
- nach 1945 wurde er gefangengesetzt, enteignet und schließlich in Altersheimen und psychiatrischen Kliniken aufbewahrt, seine FRAU wurde zu drei Jahren Schwerarbeit verurteilt
- von diesen Erlebnissen schlimm mitgenommen, führte er weiters sein eigenes LEBEN: arm, mit Löchern in den Schuhen, aber immer zu Fuß im Wald: Ich höre das Rauschen im Walde nicht mehr, aber ich sehe, wie die Zweige schwanken, das ist bereits etwas, um froh zu sein darüber…
- er nahm die Dinge persönlich wahr: Zeitungspapier, eine kleine Tanne, LICHT

hamsun.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:12 (Externe Bearbeitung)