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hufe

HUFE

Das WORT ist mit dem BEGRIFF HOF verwandt. Im MITTELALTER diente es noch ganz ALLGEMEIN zur Bezeichnung bäuerlichen Grundbesitzes, ohne daß eine bestimmte Flächengröße damit genannt werden sollte.
- ein gewisser Anteil an den Ländereien eines Dorfes → wechselten im Ausmaß von DORF zu Dorf
- gemeint ist eine Ackergröße, die es einem Bauern erlaubte, davon zu leben und auch noch Abgaben leisten zu können
- Voraussetzung der grundherrlichen Organisation: jeder MEIEREI (Meieramt) unterstand eine Anzahl von Hufen
- von der Hufe aus wurde gezinst und gedient, sie war die Veranlagungseinheit aller grundherrlichen Bezüge bis ins 12.Jahrhundert
- Bonität des Bodens und landesübliche Flächenabmessungen → die Hufengrößen schwankten innerhalb der gleichen Gemarkung erheblich - zwischen 15 bis 160 örtlicher Morgen
- am bekanntesten wurde ab dem Spätmittelalter die preußische Hufe = 1,5 Haken = 30 Morgen = 300 Gewende = 900 Seilen oder Schnur = 76.596,746 m² = 766 Ar = 7,6 ha
- in der Frühneuzeit bildeten sich solche „Anteilshufen“ zu vermessenen „Flächenhufen“ und erhielten dabei besondere Namen (Königshufe, Hakenhufe, Hagerhufe, Landhufe, Priesterhufe, Tripelhufe, Volkshufe, Waldhufe)

Wenn gleich feststeht, daß die Wendenhufe nur ungefähr halb so groß wie die deutschen wa­ren, so war doch, wie spätere Messungen ergaben, bei den Wenddörfern die Größe der Hufe sehr verschieden.

hufe.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:13 (Externe Bearbeitung)