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humanist

HUMANISTEN

- bestimmten die PHILOSOPHIE der PRAXIS als ETHIK neu → VITA statt contemplativa
- Trennung der Ethik von der THEOLOGIE, weil das LEBEN im Wirklichen statt im Gedachten stattfindet
- sie standen treu zu KAISER und REICH, denn Maximilian I. brachte ihnen eine Glanzzeit
- sie brachen an der Frage der WILLENSFREIHEIT mit der REFORMATION
- sie mußten folgende Fächer studiert haben:

- interpretiert mehr, als daß er SELBST forscht; eine Konkordanz mit einem antiken SCHRIFTSTELLER ist ihm wichtiger als ein selbständiges Experiment (Freyer)
- die ersten Intellektuellen, die auf die Privilegien des Besitzes und Ranges Anspruch erheben, und der geistige HOCHMUT ist die psychologische Abwehr, mit der sie auf ihre Erfolglosigkeit reagieren (HAUSER)

Frühhumanisten

Wyle, STEINHÖWEL, Eyb
- ihre vertretenen MEINUNGen besitzen oft einen topischen CHARAKTER → so sind ihre VORSTELLUNGen zur EHE als einem weltlichen Orden dem Apostel PAULUS geschuldet und sortieren die Ehe in eine patriarchalische GESELLSCHAFT ein, die der Ehe die Funktion einer Nachkommenssicherung zuschreibt

Gefahren

- Wegen angeborenen Hochsinns beachteten viele die gemeinen und niedrigen Dinge nicht mehr und stürzten sich in ein wechselvolles, aufreibendes Leben hinein, in welchem angestrengte Studien, Hauslehrerschaft, Sekretariat, Professur, Dienstbarkeit bei Fürsten, tötliche Feindschaften und Gefahren, begeisterte Bewunderung und Überschüttung mit Hohn, Überfluß und ARMUT wirr aufeinanderfolgten. Das Hauptübel war, daß dieser STAND mit einer festen HEIMAT beinahe unverträglich blieb, indem er den Ortswechsel geradezu einforderte oder den Menschen so stimmte, daß ihm nirgends lange wohl sein konnte. (BURCKHARDT)

Narrenliteratur

Brand (auch Brant), Murner

Vertreter

CELTIS, ERASMUS, Lüder, Pirckheimer, REUCHLIN, Rufus

humanist.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:13 (Externe Bearbeitung)