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ICH

- der oder die Sagende
- seine Aktivität ist mit keiner anderen Kraft vergleichbar
- berührt sich an der Oberfläche mit der äußeren Welt und assoziiert Termini durch Kontinuität, die es als nebeneinander, d.i. exteriorisiert, perzipiert hatte → Assoziationstheorie
- ein Behelf, den wir praktisch brauchen, um unsere Vorstellungen zu ordnen (Bahr)
- bietet Oberfläche, auf der sich Vegetationen bilden und lose treiben → Möglichkeit der Substitution in die Persönlichkeit hinein (Bergson)
- kein Ich meint sich so, wie es schon ist (Bloch)
- Substanz, dessen Wesen im Denken besteht.
- Erkenntnis des Substanziellen in sich selbst (Descartes)
- einzig allein das denkende Ich ist Grund und Zweck der Dinge
- im Ich liegt unendliche Schöpferkraft, sie durchwaltet das ganze All
- das Ich ist nicht nur Form, sondern auch Stoff (Fichte)
- es gibt keine Impression des Ich → keine Idee vom Ich
- tritt in Beziehung zu einem Objekt aus dem eigenen Ich-Ideal - abhängig von der Stufe des Ichs - und lebt an diesem das eigene Ideal weiter
- konstruiert sich durch imaginäre Identifikation mit Objekten
- Produkt aus Es und Über-Ich (Freud)
- wenn es spekulativ wird, tritt es aus dem Fichteschen System und kann nicht zurückkehren → die Vernunft wird dem Verstand übergeben, deshalb subjektiv (Hegel)
- bleibt allen Erklärungsmustern verborgen und ist nur ästhetisch, d.h. über die Liebe zu fassen (Heim)
- besteht aus partikulären Vorstellungen, z.B. Wärme (Hume)
- weder Vorstellung noch Anschauung, sondern einheitliche Unterlage und Begleitung unseres Vorstellens und Denkens (Kant)
- konstituiert sich durch imaginäre Identifikation mit Objekten (Lacan)
- Eben durch die Erkenntnis der notwendigen Wahrheiten und durch ihre abstractionen werden wir zu denen actibus reflexivis oder zu dem Nachdenken erhöhet, wordurch wir in den Stand gesetzt werden, an dasjenige, welches man das Ich selbst nennet, zugedenken und zu betrachten, daß dieses oder jenes in uns ist… - § 29 Monadologie Leibniz
- der an einen Körper gebundene Komplex von Stimmungen, Gefühlen und Erinnerungen
- die Kontinuität der langsamen Veränderung (Mach)
- Zweifel an reiner Beständigkeit durch moralische Ver­träglichkeit des Verhältnisses. Das Ich als wesentlicher Bestandteil des Menschen (das ist der Messende) vergleicht und urteilt zum eigenen Gutdünken, ist somit unbeständig. (Nietzsche)
- wird sich im Angesicht der Gottheit seiner Nichtigkeit bewußt (Otto)
- Unentrinnbarkeit und Bewußtheit des Selbst
besitzt zwei Pole:

  • sinnlich-triebhaftes Wesen
  • übersinnlich-willenhaftes Wesen (Rosenberg)

- das Gute (Sokrates)
- wird als in der Zeit fließend erfahren (Volkelt)

antikes Ich

- weniger scharf umgrenzt als das moderne Ich (Heftrich)

das nach hinten offene Ich

- 3000 Jahre in der Brunnentiefe leben wir mit Menschen, die nicht genau wissen, wer sie sind, deren Ich nicht in die Grenzen ihres jetzt und hier existierenden Körpers eingeschlossen ist, sondern gleichsam nach hinten offensteht und sich mit anderen, lange vor ihnen gewesenen Ichen identifiziert (Mann)

inneres Ich

- eine Kraft, deren Zustände und Modifikationen sich aufs innigste durchdringen und eine tiefe Veränderung erfahren, sobald man inneres und äußeres Ich trennt und im Raum entfaltet
- inneres und äußeres Ich bilden eine Einheit (Bergson)

postmodernes Ich

- verzweifelte, brüchig gewordene Satzungen einer polaritätslosen Naturvergewaltigung zugunsten von Abstraktion (Rosenberg)

Ich und Welt

- Ziel muß die Vereinigung des anthropologischen Mikrokosmos – der Mensch, das kleine All - und metaphysischem Determinismus, d.i. die Welt, sein (Mann)

 
ich.txt (808 views) · Zuletzt geändert: 2013/03/03 18:03 von aerolith
 
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