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kolonisation

KOLONISATION

apoikia, apoikia

amerikanische Kolonisation

  • Tätigkeit von Handlungskolonien

- Händler erwerben Landrechte
- schiffen Kolonisten ein, die dann am Land Schulden abarbeiten mußten - besonders in Virginia und Massachuttes

  • Auswanderergruppen aus bestehenden Kolonien werden neu angesiedelt

- Flucht vor Puritanern - aus Connecticut, Rhode Island

  • Eigentümerkolonien

- der englische KÖNIG übertrug LAND an Legaten in Pennsylvania und Nordcarolina

deutsche Kolonisation

befand sich im Zwiespalt: Soll man deutsche Gesetze in Afrika anwenden?

griechische Kolonisation

- liegt in der NOTWENDIGKEIT, der Überbevölkerung HERR werden zu müssen → Grundproblem Griechenlands und anderer eng besiedelter Gebiete
- die reichen Städte, ATHEN und SPARTA, beteiligten sich kaum daran
- beginnt im 8. Jahrhundert v.Chr. im Mittelmeer- und Schwarzmeergebiet zumeist von Chalkis, Euböa, aus
- Bildung von Pflanzstädten durch Kolonisationsunternehmer, oikistes, aus der Mutterstadt
- waren keine Handelsunternehmungen, sondern agrarisch strukturierte, republikanisch gesinnte Dorfsiedlungen
- gelegentlich waren die Neugründungen Ergebnis einer Fluchtbewegung nach innenpolitischen Auseinandersetzungen → keine besonders engen Bindungen an Mutterstädte - z.B. TARENT als spartanische Gründung, 706 v.Chr., stand in Feindschaft zur Mutterstadt
- nach der Seeschlacht vor KORSIKA, ALALIA, kam die Kolonisation zum Erliegen

drei Etappen der Besiedlung vornehmlich Unteritaliens

  • 1. ionische/chalkidische Besiedlung - bis 600 v.Chr.

- besonders wichtig ist hier die Gründung von Cymä mit deren Tochterstadt Neapel
- andere wichtige Gründungen: SYBARIS, Kroton, Metapont, Tarent

  • 2. dorische/korinthische Besiedlung - ab 600 v.Chr. bis ca. 540 v.Chr.

– besonders wichtig ist hier die Gründung von SYRACUS

  • 3. megarische Besiedlung an der Ostküste des Mittelmeeres - bis ca. 540 v.Chr.

Lit.:

Boardmann: Kolonien und HANDEL der GRIECHEN

Kolonisation der Neuzeit

- geographisch neues Bewußtsein durch den Weltbildwandel im ausgehenden MITTELALTER
- SUCHE nach dem El Dorado → ökonomische Motive
- missionarischer Eifer;
- Ohne Kolonisation wird es bei den großen und fortgeschrittenenen europäischen Völkern zu unaufhebbaren Spannungen im Inneren und schließlich zum KRIEG der Armen gegen die Reichen kommen. Sie ist deshalb nicht verwerflich, sondern nützlich. Auch aus Sicht der Kolonisierten ist sie positiv zu werten, denn sie führt langfristig zur Hebung der niederen Rassen. (RENAN)

römische Kolonisation

- zielte auf die strategische Verteidigung des Landes
- im innenpolitischen SINN sollten die minderbemittelten Römer neue Perspektiven erhalten
- mehrere Städte mit 2 bis 6000 Ansiedlern, deren jeder ein Grundstück von 30-50 iugera, Morgen, erhielt und zum DIENST in der Garnision verpflichtet wurde - z.B.: Ostia, Antium, Sena Gallica
- unter Caius Gracchus ca. 122 v.Chr. setzte eine neue WELLE der Kolonisation ein, die auf die Gründung neuer Städte an alter Stelle: Capua, Tarent, KARTHAGO abzielte
- v.a. an der Stelle des alten Karthago sollte die PROVINZ Iunonia den religiösen BANNfluch von 146 v.Chr. für 6000 Siedler vergessen machen und eine Schicht mittlerer Grundbesitzer schaffen, 200 Morgen, die exportorientiert wirtschaften sollten - GESETZ des RUBRIUS

kolonisation.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:15 (Externe Bearbeitung)