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konstitutionalismus

KONSTITUTIONALISMUS

- liberale IDEOLOGIE aus ENGLAND;

- sofern er aus den IDEEN von 1789 entsprungen ist, führt er zur Zentralisation, und jede Zentralisation wird zuletzt militärisch (FRANTZ)
- die demokratische Grundlage des Konstitutionalismus ist nur ein mechanischer Ersatz organischer Lebendigkeit (JUNG)
- Konstitution, d.h. rechtsgemäße und auf Grundsätzen beruhende VERFASSUNG des Staates; und unleugbar, wie durch Gottes Stimme verkundet, ist das gegenwärtige Bedürfnis einer allgemeinen Revision aller bestehenden Staatsformen, eines Übertritts in eine höhere, der Vollendung nähere KATEGORIE solcher Formen, nämlich ein Übertritt aus dem historischen und Gewaltrecht in das Vernunftrecht und in das Gebiet der WEISHEIT. (ROTTECK)

Frühkonstitutionalismus

- hielt am monarchischen PRINZIP fest und trug nicht dem Prinzip der Volkssouveränität Rechnung
- keine Gewaltenteilung → SOUVERÄNITÄT als Gnadengeschenk des Souveräns
- VERFASSUNG ist oktroyiert
- man suchte zwei Kammern zu begründen, ein Herrenhaus (Pairshaus und nicht wählbar), ein Landtag – Abgeordnetenhaus und wählbar
- da der SOUVERÄN die Pairs (Erste Kammer) bestimmen durfte, besaß er hier Willkürrecht
- WAHLRECHT bei volljährigen Männern mit bestimmtem STEUERAUFKOMMEN
- Einführung von Wahlmännern → indirektes Wahlrecht

Hochkonstitutionalismus

- setzt auf das Prinzip der Volkssouveränität und der Gewaltenteilung
- Minister bedürfen des Vertrauens der VOLKSVERTRETUNG und sind dieser verantwortlich

konstitutionalismus.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:15 (Externe Bearbeitung)