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kyrenaiker

Inhaltsverzeichnis

KYRENAIKER

- entstammen der „Schule“ des SOKRATES und wurden von PLATONn bekämpft
- im GEGENSATZ zu den KYNIKERn sind sie feingebildete Lebemänner
- begründet von ARISTIPP, der das Vergnügen zum PRINZIP machte, obwohl er einschränkte, daß nur über das WISSEN des Angenehmen vollkommene FREIHEIT MÖGLICH sei → durchs Nachdenken kann man Angenehmes empfinden
- problematisch scheint, daß der MENSCH von seinen Lüsten abhängig wird, d.i. ein gegenteiliges Prinzip zur Freiheit

Erkenntnistheorie

- Erkenntnisse sind nur über die eigenen Empfindungen zu erzielen, doch geben die nur Auskunft über eigene Zustände, nicht über die Dinge im allgemeinen

Ethik

- höchster LEBENSZWECK ist die LUST, doch in veredelter FORM, d.h. eine durch Einsicht, Mäßigung und SELBSTBEHERRSCHUNG erzielte Lust
- dazu ist Geistesbildung NOTWENDIG, die die SEELE von leeren Meinungen befreit, von NEID und allzu heftiger LIEBE, von Aberglauben und TODESFURCHT
- Lust und Unlust sind Seelenzustände, da die Seele nie bewegungslos ist
- im indifferenten ZUSTAND zwischen beiden scheint sie zuweilen zu stehen
- suchten die Befriedigung des Subjekts als NOTWENDIGKEIT eines angenehme Empfindungen Suchenden zu formulieren

kyrenaiker.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:15 (Externe Bearbeitung)