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leben

LEBEN

- eher da als die FORM – das Leben überdauert das letzte ATOM → Auffassung der GEHEIMLEHRE
- an NORMALITÄT gebunden
- heißt sich wundern (Andersen Nexö)
- instinkthaftes Zielstreben (von Baer)
- Schale, die in Stücke zerbricht, welche wiederum Schalen sind
- eine große KRAFT, ein gewaltiger IMPULS, der ein für allemal der WELT seit Anbeginn gegeben ist
- Woge, die sich ausbreitet und in Schwingungen verwandelt wird
- Kavallerieangriff (BERGSON)
- das, was wir als MATERIE betrachten, ist zum größten Teil leerer RAUM und das, was wir als Leben betrachten, ist zum größten Teil die Summe inhaltsloser Begegnungen (Bishop)
- wächst über des Grimmes ABGRUND (BÖHME)
- ursprünglichste Einheit und Grundeigenschaft aller WIRKLICHKEIT
- kann in Reflexion Einheit auflösen und Gegensätze schaffen (CASSIRER)
- darf den TOD nicht fühlen (Gans)
- jede Form von Leben ist mit Energieformen ausgestattet, die sie befähigt, ihre ROLLE im kosmischen Prozeß zu spielen (GURDJIEFF)
- höchstes Ergebnis der NATUR
- absolute SUBJEKTIVITÄT
- das Endliche, welches in das Unendliche gesetzt wurde
- steht jenseits der philosophischen KATEGORIEn, beweist sich aber durch die bloße EXISTENZ
- eine alle einzelnen „Systeme“ der Natur übergreifende Bestimmung (HEGEL)
- ein schlechtes GESCHÄFT → viel zu kurz, um etwas zustande zu bringen (HESSE)
- Bewegen der Glieder (HOBBES)
- Bewegung im transzendentalen VERSTANDe (KANT)
- das einzige EIGENTUM, das nur dann etwas wert ist, wenn wir es nicht achten (KLEIST)
- Reaktionsform des Metaphysischen, nicht das Metaphysische selbst (KOLBENHEYER)
- SCHICKSAL des Geistes
- Mischung von Formelhaftem und Individuellem, wobei das Individuelle über das Formelhafte hinausragt (MANN)
- AUFKLÄRUNG, KULTUR und BILDUNG sind Modifikationen des geselligen Lebens, Wirkungen des Fleißes und der Bemühungen der Menschen, ihren geselligen Zustand zu verbessern (MOSES MENDELSOHN)
- schauerhaft und unbestimmbar
- nur ästhetisch zu begreifen, nicht MORALISCH
- nicht schaffbar
- Grundbaustein: Fehlurteil
- ist abschätzen, vorziehen, ungerecht sein, intolerant sein, Imperativ
- WILLE zur MACHT, SELBSTERHALTUNGSTRIEB, Wille zu eigenen Prinzipien
- man muß ihm so zugewandt sein, daß man es immer wieder leben könnte (NIETZSCHE)
- ewig verschwistert mit dem Tode
- WECHSEL der GENERATION = WAHRHEIT des Daseins (SAVIGNY)
- nichts anderes als ein gesteigerter ZUSTAND gemeiner Naturkräfte
- Eroberung der Welt durch die Subjektivität
- entstand durch den GEGENSATZ/WIDERSPRUCH zur Natur; eben aus der Natur heraustretende Teile verbinden sich zu einem Ganzen, das nach dem UNTERGANG in Einzelbestandteilen zurück in die Natur fällt
Synthese des Absoluten mit der Begrenzung, denn nur im Besonderen ist Leben
- aber im Besonderen schimmert das Absolute (SCHELLING)
- Indem es mit Ideen in GEMEINSCHAFT kommt, verliert alles Wirkliche seinen ERNST, weil es klein wird; indem es mit der EMPFINDUNG zusammentrifft, wird es leicht, das Notwendige, der ZWANG wird abgelegt, wird nutzlos, weil die Empfindung keiner Hemmung bedarf.
- jede Aufopferung des Lebens ist zweckwidrig, denn das Leben ist die Bedingung aller GÜTER; aber Aufopferung des Lebens in moralischer ABSICHT ist in hohem Maße zweckmäßig, denn das Leben ist nie für sich selbst, nie als ZWECK, nur als MITTEL zur SITTLICHKEIT wichtig
- ist nur ästhetisch, nicht moralisch WERTVOLL
- Zwist der genetischen, der generierenden Kraft, und des Klimas (SCHILLER) - eine sehr enge Schlucht (Schumann)
- wandelnder SCHATTEN (SHAKESPEARE)
- eine Kette schöpferischer Dummheiten (SHAW)
- ein Dom aus vielfarbigem GLAS (SHELLEY)
- kennt, solange es in sich selbst beruht, nur den ewigen Kampf der Götter miteinander
- die ENTSCHEIDUNG steht für den Menschen, sich zwischen ihnen zu entscheiden (WEBER)
- sich ereignen (YORCK)

älteste Lebensformen auf der Erde

Die Forscher haben zwei Arten von Fossilien gefunden. Beide ähneln Rotalgen, wie das Wissenschafts-Portal „phys.org“ berichtet. Die Funde lagen gut konserviert in Kalksedimenten im zentralindischen Distrikt Chitrakoot. Die erste ART ist fadenartig und die zweite besteht aus fleischartigen Kolonien. Die frühesten Spuren von Leben auf der ERDE sind mindestens 3,5 Milliarden Jahre (erstes Leben) alt. Die kürzlich gefundenen einzelligen Organismen hatten allerdings weder Nukleus noch Organellen. Forscher nahmen bis heute an, daß sich mehrzellige Organismen erst später verbreiteten, vor circa 600 Millionen Jahren.
Entdeckungen von mehrzelligen Organismen hatte es in der VERGANGENHEIT nur sehr selten gegeben und ihre INTERPRETATION gestaltete sich schwierig. WISSENSCHAFTLER hatten große Probleme damit, den Anfang des Lebens zu rekonstruieren und einzuordnen. Die indischen Fossilien sind 1,6 Milliarden Jahre (erstes komplexeres Leben) alt.

Entstehung des Lebens

- Es existiert lebendiges und totes Eiweiß, wobei sich organische Materie aus dem lebendigen Eiweiß aufbaut.
- Das lebendige Eiweiß wiederum entsteht aus Zyan, CN, einem Atom Kohlenstoff und einem Atom Stickstoff, das nicht frei bestehen kann, also sich andere Elemente sucht, mit denen es sich verbinden kann, um eine stabile Hülle zu besitzen. Diese Verbindungen geht es nur bei großer Hitze ein, wie sie in den Anfangsjahren der Erdgeschichte bestand.
- Das Leben entstand aus dem Feuer.
- In der langen Abkühlungsphase der Erde band sich das Zyan und bildete Polymere (Atomverkettungen), auch unter Mitwirkung des Sauerstoffs, des Wassers und verschiedner Salze entstand Eiweiß. (Pflüger)

ewiges Leben

- VOLLENDUNG (perfectio), damit dem CHARAKTER nach ein Gemachtes ewiger Friede und ewige SELIGKEIT (felicitas perpetua), Wiedergewinnung des verlorenen Paradieses

menschliches Leben

findet auf drei Stufen statt:

Reproduktivitätpflanzliches WESEN des Menschen- besorgt Ernährung und Fortpflanzung
Irritabilitättierisch- stellt sich durch Atmungs- und Muskelsystem dar
Sensibilitätmenschlich- stellt sich durch Gehirn- und Nervensystem dar

Ring des Lebens

- soll sich vollenden

Stationen:

  1. DENKEN (cogititio)
  2. Überlegen (consideratio)
  3. Begriffsbilden (terminatio)

romantisches Leben

- weder das HANDELN aus dem sicheren INSTINKT noch das durchdachte Wählen in Entscheidungssituationen, sondern ein Schwebezustand, ein Schwanken dazwischen kennzeichnen den romantischen Lebenslauf
- bei genauerem Hinschauen erkennt man einen treibenden Zug, Gravitation bzw. UNGLÜCK, wie LENAU das nannte (HUCH)

soziales (äußeres) Leben

- besitzt größere praktische Bedeutung als innere (individuelle) Existenz (Bergson)

leben.txt · Zuletzt geändert: 2019/09/15 16:42 von Robert-Christian Knorr