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MACHIAVELLI

Niccolò Machiavelli

Machiavelli als Terrakotta 1467-1527
- Hauptlehrer der Machttechnik (Bloch)
- faßt die vorhandenen Kräfte als lebendige, aktive, stellt die Alternativen richtig und großartig und sucht weder sich noch andere zu täuschen: er schreibt nicht für das Publikum, sondern für Behörden, Freunde oder Fürsten
- Seine Gefahr liegt nicht in falscher Genialität, auch nicht im falschen Ausspinnen von Begriffen, sondern in einer starken Phantasie, die er offenbar mit Mühe bändigt. Das Heil des Staates war sein erster und einziger Gedanke. (Burckhardt)
- Cacasagne, blutige Scheiße!, hieß Machiavellis Lieblingsfluch (Krausser)
- mehr als vierzehn Jahre lang war Machiavelli im innersten Zirkel der politischen Entscheidungen der Republik Florenz tätig; die Entscheidungen fällten die Gremien, denen die Sekretäre zuarbeiten mußten, aber allein die kontinuierliche Geschäftskenntnis mußte die Sekretäre den wechselnden Amtsträgern der Organe gegenüber herausheben (Nippel)
- erste soziologische Theorien, die sich als Staatsräsonlehre rezipierten
- aus eigener Existenz sich begründende Subjektivität
- Gottdurchdrungenheit, ABER er stützt sich in seinen politischen Betrachtungen nicht auf die Bibel
- das jammervolle Ende des religiösen Eiferers Savonarola 1497 machte auf Machiavelli einen großen Eindruck - Machiavelli - ein enttäuschter Romantiker? (Russell)

Il Principe

dt. Der Fürst
1513
- nach der Vertreibung durch die seit 1512 wieder an der Macht seienden Medici, denen er sein Buch widmet
Ziel des Buches: wie Fürstentümer gewonnen und regiert werden müssen; die Einheit Italiens
- fragt, was das oberste politische Amt (principato) sei, wie viele Arten es davon gebe, wie und wann man es behielte, wie und wann man es verliere
- der Text ist modern, weil er nicht wie mittelalterliche Texte nach einem Zweck des Staates fragt, sondern es geht um die Erringung und Behauptung des principato
- es geht nicht um Moral oder Ideal, sondern um Wirklichkeit von Politik
- es gibt zwei Staatsformen: die Republik und die Monarchie, die erworben oder ererbt sein kann
- teilt Menschen in eine ethische Hierarchie ein

  1. Religionsstifter
  2. Begründer von Monarchien und Republiken
  3. Schriftsteller

- die Religion ist das soziale Bindemittel des Staates
- er lehnt die anerkannten Moralgesetze als nicht zweckdienlich ab, wo es sich um das Verhalten des Herrschers handelt: Ein Fürst muß gelegentlich auch treulos sein können!
- der Fürst muß aber in dem Rufe stehen, zuverlässig und religiös zu sein
- Macht gebührt denen, die es im freien Wettbewerb verstehen, sie an sich zu reißen
politische Werte: nationale Unabhängigkeit, Sicherheit, wohldurchdachte Verfassung
- wichtig sind die Methoden zur Erreichung der Ziele: angemessen, dem Ziel entsprechend, rein wissenschaftlich ohne Moral
- lehrt die Wissenschaft des Erfolgs, die sich am Guten wie am Bösen studieren läßt

Discorsi

1513/21
- in Form eines Livius-Kommentars
- liberal und ausgewogen: Lehre vom Gleichgewicht der verschiedenen Ordnungsmöglichkeiten: Demokratie, Tyrannis, Oligarchie sollen im ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen
- Lob für Lykurg wegen dessen Ausgewogenheit und Tadel für Solon wegen dessen Bevorzugung des Demokratischen, was zur Tyrannis des Peisistratos führte

 
machiavelli.txt (567 views) · Zuletzt geändert: 2013/11/01 16:46 von aerolith
 
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