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melancholie

MELANCHOLIE

- in KUNST und POLITIK ist niemand Großes zu leisten imstande, der nicht melancholisch ist (ARISTOTELES)
- das übermäßig empfundene ICH-Ideal bringt gegenüber dem Ich seine Mißachtung über dessen Kleinheitswahn und Selbsterniedrigung schonungslos zum AUSDRUCK (FREUD)
- eine somatische Erkrankung, die aus einem Ungleichgewicht der Körpersäfte entsteht: das Übermaß an schwarzer GALLE (melancholischer Saft) gegenüber dem BLUT (sanguinischer Saft), Phlegma (phlegmatsicher Saft) und gelber Galle (cholerischer Saft), denn nur im Gleichgewicht der Körpersäfte bewegt sich ein gesunder MENSCH (GALEN) → Riemann nahm diesen Gedanken in seinen Grundformen der Angst wieder auf
- ein sichtbarer Ausdruck derselben ist eine Verwahrlosung des Äußeren (Stohl)

melancholie.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:17 (Externe Bearbeitung)