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monarch

MONARCH

- ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht (PAPEN)
- Es gibt [für ihn] keinen Privatakt mehr, das LEBEN ist sakral, ein ununterbrochenes Schaustück, Epopöe. Jedes Wort eine GNADE, ein Segen. Priester, Generale, Staatsmänner, Würdenträger empfangen ihn mit tiefem Aufblick. Für jeden ist der Moment der höchste des Lebens. Bei jedem Schritt knallt, läutet, trommelt, tutet, bläst und flaggt es… Alle Tage ist irgendwo ein Fest, alle Stunden ist irgendwo ein feierlicher AUGENBLICK… In stetiger Verkleidung muß gefahren, geritten, gegangen, gegessen und immer geredet werden… Jedes Wort eine Mitgift. Zehn, zwanzig Jahre lang nie ein Widerspruch. Titulaturen und Gebärden der Gottesverehrung. Das Gefolge in stiller Anbetung, die Fremden in starrer Bewunderung… Jeder Irrtum wird vergessen. Jede Wahrsage wird ewig wiederholt. Von jedem Gegner wird erwiesen, daß er ein böser NARR ist. Ungnade vernichtet… Es gibt keine Unzulänglichkeit, denn es gibt keine Appellation. Er ist höchster Schiedsrichter für alles. Die vier freien Künste, Militär und Marine, Verwaltung und Rechtsspruch, Verkehr und Technik: Alles reicht knieend seine letzten Fragen zur Entscheidung dar… Was wird aus einem Menschen, der dieses Leben treibt? (RATHENAU)

uninteressierter Monarch

- stützt seine EXISTENZ auf die Gesamtheit der NATION und ist dasjenige Organ des Staatsgehirns, das in Analogie der transzendenten WILLENSFREIHEIT des INDIVIDUUMs den ZWEIFEL besiegt und den CHARAKTER bestimmt → d.i. die IDEE der Gottesverantwortung (RATHENAU)

monarch.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:17 (Externe Bearbeitung)