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monismus

MONISMUS

deutsche Entsprechung des französischen POSITIVISMUS, allerdings auch in FRANKREICH durchaus vertretene WELTANSCHAUUNG, z.B. VACHER
- materialistisch-energetische Alleinheitslehre
- diente als neue RELIGION
- statt kategorischer Imperativ gilt energetischer
- der Mensch ist kein WESEN für sich, sondern in die Zwangsläufigkeit des Weltalls eingebunden
- die politische und die soziale Entwicklung sind nicht zufällig, sondern in dieser Eingebundenheit notwendige Folgeerscheinungen, die der einzelne MENSCH annehmen oder sich dagegen stellen kann, wodurch gesellschaftliche Entwicklungen mit dem individuellen WILLEN kollidieren können und gegebenenfalls, je nach Stärke dieses Willens, Richtungen einschlagen können, die nicht absehbar waren, sich im nachhinein aber durchaus als folgerichtig erweisen
- Seele und KÖRPER des Menschen bilden eine Einheit: der Einzelmensch steht in einer Ahnenreihe und erbt die Seele seiner Ahnen, die er weiterentwickelt
- ERZIEHUNG bestimmt KÖRPER und SEELE, aber nicht nur, doch in eine Familie kann man nicht eintreten, auch nicht in eine Nation: man wird eingeboren
- ob das alles ist, ist bei den Monisten umstritten: viele behaupten, das der EINZELNE NICHTS sei, die FAMILIE/NATION/RASSE dagegen alles

- ist von Bildungsphilistern ersonnen und kann entsprechend auch nur Bedürfnissen von Bildungsphilistern genügen
- sein Eigensinn besteht darin, den Eigensinn der Natur nicht erkennen zu wollen und einmal erkannte Irrtümer zu ignorieren, die Natur nicht als ein eigenartiges Objekt im Sinne der Naturwissenschaften, sondern als ein bekanntes, hypothetisches Ding im Sinne menschlicher Einfalt zu betrachten (Nietzsche)
- das poetische Stadium der METAPHYSIK (WUNDT)

monismus.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:17 (Externe Bearbeitung)