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MUSE

- nach ersten Überlieferungen nur DREI: Melete - fleißiges Nachdenken -, Mneme – GEDÄCHTNIS - und Aoede - Gesang
- Schutzgöttinnen der Künste, später der Wissenschaften, überhaupt aller geistigen Tätigkeiten MNEMOSYNE gebar sie dem ZEUS in Pierien am OLYMP:

  1. Kleio - Rühmerin, Geschichtsschreiberin
  2. EUTERPE - Ergötzerin, Flötenspiel - chori tragici resonabile carmen
  3. THALIA - Blühende, Lustspiel
  4. MELPOMENE - Singende, TRAGÖDIE
  5. TERPSICHORE - Tanzende frohen Sinns
  6. ERATO - Liebreiz
  7. POLYHYMNIA - hymnenreich, TANZ
  8. URANIA - die Himmlische, Sternkunde
  9. KALLIOPE - schöne SPRACHE, epische DICHTUNG - heroi monstravit carminis artem

- sie standen sich SCHLECHT mit APHRODITE; und als diese ihnen die LIEBE eingeflößt, so rächten sie sich in einem AUGENBLICKe der Besinnung, indem sie den ADONIS töteten
- führten mit den SIRENEN einen Wettstreit, den die Sirenen verloren, wonach die Musen ihnen die Federn aus den Flügeln rupften und sich Kränze daraus machten;
- pflegt ein hieroglyphisches Schattenspiel (HAMANN)
- verstummen, wenn das Ende naht: es geht dann nicht um ein Abschwören falscher, trügerischer SCHÖNHEIT, sondern vielmehr um ein trauerndes Transzendieren des vergänglichen Schönen zugunsten christlicher WIRKLICHKEIT, wie meistens bei Walther von der Vogelweide (Wehrli)

Beinamen

Aganippides → abgeleitet von einem Brunnen, der um den Berg Helikon floß und die EIGENSCHAFTEN trug, daraus Trinkende zu Dichtern zu machen

muse.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:18 (Externe Bearbeitung)