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neigung

NEIGUNG

- das unmittelbare BEWUßTSEIN eines Strebens der inneren Naturkräfte, das noch nicht Wirksamkeit ist (FICHTE)
- aus ihr entwickelt sich nicht selten LIEBE → sie bezieht sich auf ein reines VERHÄLTNIS, das in allem der Liebe gleicht, nur nicht in der notwendigen Forderung einer fortgesetzten GEGENWART (GOETHE)
- Abhängigkeit des Begehrungsvermögens von Empfindungen (KANT)

böse Neigungen

- werden durch zwei Elemente bestimmt:

  1. innerer Faktor: besteht in der Beeinflussung der eigensüchtigen Triebe durch die Erotik, das Liebesbedürfnis des Menschen; durch die Zumischung der erotischen Komponente werden die eigensüchtigen Triebe in soziale umgewandelt → das Geliebtwerden wird als Vorteil geschätzt, wegen dessen man auf andere Vorteile verzichten darf
  2. äußerer Faktor: besteht in der ERZIEHUNG, die die Ansprüche der kulturellen Umgebung vertritt und die dann durch die direkte Einwirkung des Kulturniveaus fortgesetzt wird; KULTUR ist durch Triebverzicht gewonnen worden (FREUD)

menschliche Neigungen

- Schwerter, die in ihren Scheiden verrosten (Müller)

neigung.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:18 (Externe Bearbeitung)