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OSTFALEN

deutscher Volksstamm im mittleren Deutschland

Historischer Hintergrund

Ostfalen als Eastphalia auf einer englischen Karte aus dem 19. Jahrhundert

Es gab nie ein Land „Falen“, wie es SACHSEN oder Bayern gab. Aber es gab auch fast tausend Jahre kein Land „DEUTSCHLAND“, obwohl es DEUTSCHE gab. Mit den Falen verhält es sich ähnlich. Sie leben in einem ca. hundert bis zweihundert Kilometer breiten Streifen zwischen den Friesen und den Rheinländern, Hessen, Thüringern und „Sachsen“ - die Gänsefüßchen beziehen sich darauf, daß die heute als „Sachsen“ bezeichneten Deutschen diesen Selbstbezeichnung nach der Leipziger Teilung von 1486 bloß annahmen, aber vom Volksstamm her keine Sachsen sind. Im Westen reicht Ostfalen bis kurz vor Hannover, im Süden bis zum Unstrutzufluß zur Saale und Göttingen, im Osten bis Magdeburg, im Norden bis Lüneburg.
Bereits um 740 gab es ostfälische Grafen, die sich gegen die Christianisierung von Westen und Süden regten. Um 780 wurde von den FRANKEN das Bistum Halberstadt gegründet und sollte die dato umwohnenden heidnischen Ostfalen bekehren helfen. Aus Thüringen und Schwaben sickerten (ritterliche) Verbände ein, die Kirchen bauen ließen und vor 780 an der Christianisierung arbeiteten, letztlich Expansionspolitik für Karl den Großen betrieben. Die gebauten Kirchen waren Wehrkirchen, Kastellen ähnlich, die ihre ARBEIT verrichteten und zu diesem Zwecke Söldner anheuerten, die aus Franken, Schwaben und sogar aus Friesland und Dänemark kamen - wahrscheinlich gegen gutes fränkisches GELD, weswegen diese Kämpfer allesamt den Franken subsumiert wurden. Begriffe wie Frankenhausen geben Kunde. Die Ostfalen scharten sich um Anführer wie Dieterich oder Griso, auch ein Pipin wird genannt, der aber wohl Franke gewesen sein muß. Den Ostfalen kamen andere Heiden zu Hilfe - Friesen, auch Slawen -, so läßt sich erkennen, daß die Franken in diesem Gebiet die Hilfe von jedem nahmen, um die Ostfalen zu besiegen.
Wir sprechen hier von Ereignissen im Hassegau, dem Südosten Ostfalens.
Die Einteilung der Falen geht auf Karl den Großen zurück, der die Sachsen in drei Stämme teilte… (Westfalen, Engern und Ostfalen) MAGDEBURG wurde am Westufer der Elbe gegründet, weil man vom Domfelsen aus ins feindliche Land schauen konnte - die östlichste Bastion der Franken gegen die ostelbisch lebenden Heiden: zumeist Slawen. Jahre zuvor war es fränkischer Handelsplatz, wohin die Slawen kamen, um Waffen zu kaufen. Westlich der Elbe wohnten die Deutschen, die Falen, um es genau zu sagen. Karl errichtete in Magdeburg um 800 einen Handelsplatz, auf dem es verboten war, den Slawen die guten fränkischen Schwerter zu verkaufen. Die Magdeburger haben es trotzdem getan, denn sie waren keine Franken, sondern heidnische Falen und verkehrten schon lange mit den ostwärts der Elbe lebenden Slawen. Die christianisierung der Ostfalen vollzog sich nach den oben beschriebenen Kämpfen im 9. Jahrhundert, die dann ihrerseits unter ihrem Herzog Heinrich dem Vogler, später unter König OTTO, von Magdeburg aus kommend, Ostelbien christianisierten.

Heute hat sich Magdeburg auch östlich ausgebreitet, aber das sind Zuwächse, so wie Salbke oder Ottersleben. Das ist der Lauf der WELT, daß sich Dinge ändern, Grenzen neu gezogen werden… das spielt heute keine Rolle mehr, für die meisten jedenfalls, ob man östlich oder westlich der Elbe wohnt, es sei denn, es kömmt Hochwasser!

Gehen wir in die Ausgangszeit zurück, zu der sich der noch heute vorherrschende Menschenschlag der Ostfalen ausbildete: VÖLKERWANDERUNG. Sie wirbelte die hier Inhäusigen gehörig durcheinander. Danach blieben hier Sachsen sitzen, die bis ins 8. Jahrhundert ungestört blieben, dann gab es den berühmten Krieg gegen die Franken, der mit der Unterwerfung der Sachsen endete, nicht jedoch mit deren Auslöschung bzw. mit einer Neubesiedlung des Gebietes. Das ist entscheidend. So hatten jetzt für ein paar Jahre Franken das sagen, ein paar Jahre nur, denn schon 911 übernahm der Ostfale Heinrich I. die Macht, die unter seinem Sohn Otto systematisch ausgebaut wurde.Reisewege Ottos des Großen - das Zentrum seiner Macht lag in Ostfalen Heinrich der Löwe lebte wieder zweihundert Jahre später und traf auf christianisiertes Land. Dieser braunschweiger Heinrich war auch Fale. Er eroberte im übrigen auch München. Wenn die münchner Löwen also ihren LÖWENgesang anstimmen, so huldigen sie im Prinzip einem Falen. ;)
Niedersachsen ist wie Niederlande oder Holland (Höllenland, weil es in die Tiefe geht), aber keine Stammesbezeichnung. Die Niedersachsen als solche mußten sich irgendwie von den Chursachsen abgrenzen. Eigentlich ist Niedersachsen bloß das flache Land um Hamburg und Bremen. Hannover gehört nicht dazu. Hannover gehört zu Falen. Nach anderer Lesart bedeutet Niedersachsen nichts anderes als Falen, also das flache Land.

Es lassen sich zu beinahe allen Punkten der magdeburger Geschichte ostfälische Zusammenhänge herstellen, z.B. auch zur Ulrichskirchendiskussion. Das Stichwort lautet „PROTESTANTISMUS“. DOSTOJEWSKI hat das schon beschrieben, daß es eben der Menschenschlag ist, der sich seine RELIGION zimmert. Das sklavische römische Katholisieren war auf DAUER nichts für den Falen.
Unter den Ottonen haben wir uns (unsere Vorfahren) die Kirche Roms noch passend gemacht. Aber der Machtzuwachs des Papstes und der entsetzliche Ablaßhandel, der dem Falen erklären sollte, daß er sein Seelenheil gegen Tausch von Geld kaufen könnte… das war vielleicht mit den dummen Bayern zu machen, nicht aber mit unseren Vorfahren. Was taten sie? Sie protestierten. sie standen auf. In Magdeburg, der Stadt der reinen Jungfrau, die als Pfahl (BURG) im Fleische des Heidentums gegründet wurde, kam diese Protesthaltung zuerst tragend und bedeutsam zur Organisation. Durch die Ulrichkirche! Nicht in Wittenberg, das viel zu unbedeutend zu dieser Zeit war. Magdeburg war reich (Augsburg und Köln vielleicht einmal ausgenommen, die dann auch protestantisch wurden, bevor sie rekatholisiert wurden, war Magdeburg die reichste STADT des Reiches); hier mußte der Protestantismus siegen können. Die Magdeburger begriffen sehr schnell, welche wirtschaftlichen Vorteile das auch mit sich brachte, wenn man seine Kirche SELBST bestallte, keine Ablässe mehr kaufen mußte, um damit das Prunkleben im fernen Rom zu bezahlen…

In Magdeburg und Umgebung, ja in ganz Ostfalen, gab es nie einen bedeutenden Zuzug von weit außerhalb. Immer mal ein bißchen, wie das beinahe überall erfolgte, aber nichts, was den Menschenschlag verändert hätte. Deshalb ist es für Magdeburg auch völlig egal geworden, wer hier politisch herrschte, ob die Hohenzollern, die Russen oder sonst wer. Genauer:

Den ersten bedeutenden Zuzug nach Ostfalen gab es nicht erst im 17. Jahrhundert nach der Zerstörung Magdeburgs, sondern bereits viel früher. Die Altmark (Nordmark) wurde mit Westfalen und Holländern besiedelt, außerdem gab es dort starke slawische Beimischungen. Aber klammern wir die eh dünn besiedelte Altmark einmal aus und bleiben bei den ostfälischen Kerngebieten: Harz, Magdeburg, Braunschweig. Zuzügler kamen in eine Kolonie, das bedeutet, eigene Quartiere, bedeutet Viertel. Klar, denn diese Neulinge brachten ihre eigene Religion mit, ihre Sprache, ihre Tagesabläufe, ihre Regeln, ihr Essen, ihre Umgangsformen. Es müßte also, wenn der Einfluß so groß gewesen wäre, daß damit eine Mentalitätsveränderung bei den Magdeburgern verbunden gewesen wäre, hier diesbezügliche Nachweise geben. Außer Frage steht, daß 8% jeder Generation Bastardisierung unterliegen. Das klingt jetzt BÖSE, meint aber nur, daß man ca. 8% jeder Generation als Nachfahren unehelichen Geschlechtsverkehrs ansehen muß. In Studentenstädten wie Jena und Halle zum Beispiel lag dieser Prozentsatz noch viel höher, ca. 40% der Kinder entstammten da außerehelichem Geschlechtsverkehr. So mögen viele Magdeburger blutsmäßig französische oder wallonische Anteile besitzen, aber welche Auswirkungen hatte das auf die Mentalität, die Sozialisation? Die Frage lautet doch, ob die Fremden die Stadt unterwarfen oder ob die Magdeburger die Fremden assimilierten? Assimilieren bedeutet nicht, wie bei den BORG, daß die Fremden ihre Mentalität völlig aufgaben. Es bedeutet, daß sie etwas Neues mitbrachten, aber sich den neuen Lebensumständen anpaßten, sie in Einzelbereichen verbesserten bzw. veränderten, aber sich im großen und ganzen anpaßten. Der ganze RASSISMUS ist Affenscheiße, um es mal so zu sagen. Jeder von uns trägt quasi alles in sich.
Frage ich weiter, was passiert, wenn eine solch große ZAHL an Fremden in eine kleine Stadt kömmt? Herrschen oder beherrscht werden? Leben die Magdeburger wie die Franzosen? Sprechen wir pfälzisch? Oder haben die Pfälzer und Franzosen die Sitten ihrer Lebensumgebung angenommen, nicht sofort, aber im Laufe einiger Generationen?
Zur SPRACHE der Magdeburger habe ich nun geforscht, da gibt es schon Einflüsse; nein, ich muß sagen, da gab es Einflüsse, die auf pfälzische oder französische Bevölkerungsanteile zurückzuführen sind. Aber die sind wie Modeerscheinungen, die gehen nach einigen Generationen wieder unter: Der Magdeburger besaß die Kraft, sich Fremdeinflüsse anzueignen, zu Eigenem zu machen. Er behauptete seine Mentalität.
akkerat, ammesieren, auseinanderverposementieren, bilance… das sind Wörter, die magdeburgisiert (im Sinne davon, daß die Magdeburger selbst Fremdes aneigneten; eigentlich bedeutet magdeburgisieren ja „etwas bis auf die Grundmauern niederbrennen, zerstören“) wurden, die aber aus dem Französischen stammen.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Ostfalen wie viele Gebiete des Reiches entvölkert und zerstört. Besonders schlimm hatte es 1631 Magdeburg getroffen, die Hauptstadt des Protestantismus. Von etwa 30000 Menschen überlebten nur wenige, eben die, die im Dom Platz fanden und ausgelöst werden konnten.
Nach 1631 war Magdeburgs Herrlichkeit erst einmal vorbei. Die Stadt geriet in die Hände eines sächsischen Fürsten, der bis zu seinem Tode die Stadt administrativ betreuen durfte, will heißen, er durfte sie ausbeuten. Danach sollte das Erzbistum Magdeburg als weltliches Erblehen an Brandenburg gehen. Die Brandenburger ritten etwa 1685 in magdeburg ein und setzten einen OFFIZIER als Stadtoberhaupt ein, der aus Magdeburg eine Festung machte. Sie sorgten für Besiedlung, indem sie kalvinistische Pfälzer und Hugenotten in die Stadt holten und ihnen am Wallonerberg und in der Alten Neustadt Ghettos zuwiesen, wo sie gleichberechtigte BÜRGER der Stadt werden sollten.
Den Magdeburgern paßte das nicht: zum einen zeigten die Brandenburger/Preußen so ihr wahres Gesicht als Besatzungsmacht und zum anderen waren es Kalvinisten, die wenig gelitten waren. Das hatte Auswirkungen: etliche Hugenotten und Pfälzer zogen bald weiter nach Brandenburg, wo eh die Kalvinisten (Reformierten) das Sagen hatten, was u.a. dazu führte, daß die magdeburger Sprache zwar Einflüsse aus jener ZEIT aufnahm, die Bevölkerungsstruktur allerdings kaum verändert wurde, wie sich auch im heutigen Telephonbuch Magdeburgs leicht nachprüfen läßt. Prozentual gibt es in Magdeburg weniger französische Namen als in Bärlin, Potsdam oder Frankfurt/O..
Es gibt keinen „unverdorbenen“ Magdeburger. So etwas gibt es gar nicht. Mentalitäten sind immer in BEWEGUNG, nie fix und fertig. Die Frage lautet bloß, ob die Eigenkräfte stärker als die Fremdeinwirkungen sind. Der Kampf geht ewig. Das ist auch gut so. Nichts darf EWIG bestand haben. Alles ist im Fluß.

Eigenbezug

Die Umwohner Magdeburgs zogen nach Magdeburg wie z.B. mein Ururgroßvater. Der war auch Fale, lebte in Meitzendorf, das liegt heute so fünfzehn Kilometer nordwestlich von Magdeburg. Der wäre auch schön blöd gewesen, wenn er das nicht getan hätte. Die Machtstrukturen waren auch nach Tillys Auslöschung, Magdeburgisierung!, noch vorhanden und der Westfälische Frieden war nichts anderes als ein status quo ante - Frieden. Also alles blieb, wie es vor 1618 war. Mit anderen Worten, die Magdeburger hatten immer noch ihre Handelsprivilegien, ihr Stapelrecht, besaßen immer noch zahlreiche Druckereien und etliche Pfeffersäcke, die es zu verscherbeln galt. Aber es gab wenig Leute. Na, was denkste, wer da zuerst in die Stadt strömte? Leute von weither oder das schlaue Bäuerlein von vor der Stadt? Zusätzlich kamen ein paar Pfälzer, ein paar Franzosen. Das war's. Aus Brandenburg-Preußen kam keiner, denn die waren selber bevölkerungsarm. Aber das verwächst sich auch nach ein paar Generationen, zumal die PREUßEN die Stadt Ende des 17. Jahrhunderts besetzen durften. Am besten kann man das in der Sprache widerspiegelt sehen, welche Aspekte sich durchsetzten. Magdeburg als preußisch zu bezeichnen ist ungefähr so hirnrissig wie Dresden als napoleonisch.

Sachsen-Anhalt in der begriffspolitischen Namensbildung

Sachsen-Anhalt ist ein Kunstprodukt und steht historisch auf ganz schwachen Beinen. Es entstand nach 1945, hielt sich als Zusammenschluß anhaltischer und ostfälischer Gebiete bis 1952, dann nach 1990 neu konstituiert, aber weder wirtschaftlich noch vom Stamme her ein einheitliches Gebiet.

Ausblick

Ostfalen in Deutschland ab 2017 (nach Rutz); Debatte zur StrukturreformDer Historiker Wersebe machte sich um 1830 verdient um die geographische Bestimmung Ostfalens. Für ihn war die Unstrut im Südosten die Grenze, imgleichen der Harz im Ganzen ostfälisch. Strittig war die Verortung Sangerhausens. Heute zählt es zu Sachsen-Anhalt. Das wäre eine Gebietsrückgabe, denn die Heirat des Thüringers Ludwig der Bärtige mit der ostfälischen Adligen Cäcilie von Sangerhausen (eine Verwandte der Ottonen) brachte deren 7000 Hufen um Sangerhausen in den Besitz des Thüringers.
Andererseits gab es bei Sangerhausen auch einen Grafen Goswin von Leige, dem Leinungen, Morungen und Siebkerode (-rode ist typisch für ostfälische Ortsnamen) gehörten.
Halten wir fest, daß diese Abtrennung ostfälischer Gebiet um 1060 an Thüringen der Schwäche der Ottonen, die mit Otto III. den letzten Kaiser stellten, zuzuschreiben ist, was dazu führte, daß das Hausgut derselben allmählich verlorenging.
Wersebe behauptet, daß das Gebiet zwischen Merseburg und dem Unstrutzufluß zur Saale seit der Hinwendung der Ottonen zu Memleben thüringisch geworden wäre. Goseck habe dieses Gebiet um 1000 beherrscht und auch die Pfalzgrafenwürde erhalten. Allerdings hieß diese Pfalz „Sachsen“ und lag ostsaalisch. Die Ludowinger stritten sich mit diesen Pfalzgrafen (Stichwort Ludwig der Springer), was aber zwei Generationen später und nachottonisch geschah. Es ist dies die Zeit, in der Sachsen über die Saale in die Mark Meißen ausgriff und slawische Gebiete dem Reich gewann.
Fakt ist wohl ein Wegbrechen ostfälischer Gebiete südlich Merseburgs nach Ottos III. Tod, was nichts daran ändert, daß die Bevölkerung weiterhin ostfälisch blieb, während östlich der Saale v.a. Slawen lebten, die allmählich durch Zuzug von Westen germanisiert wurden. Südlich der Unstrut lebten dagegen Thüringer. Die Basis der Überlegungen: Unstrittig ist die EXISTENZ eines Bundeslandes „Westfalen“. Ergo: Wenn es ein Bundesland „Westfalen“ gibt, dann darf es auch ein Bundesland „Ostfalen“ geben.
Mit der Strukturreform der deutschen Finanzen ab 2017 wird das Thema wieder aktuell werden. Ob sich aber Vorstellungen wie die hier abgebildete durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Ostfalen reicht schon ein wenig weiter als bis zur Ostgrenze Niedersachsens. Auch in den Sprachwissenschaften ist der BEGRIFF „Elbostfälisch“ inzwischen angekommen.
Die Diskussion ist im Fluß. Einen Vorschlag zur künftigen föderalen Struktur der BRD kann man hier (siehe Abbildung rechts) prüfen; es gibt noch etliche ANDERE, das.

ostfalen.txt · Zuletzt geändert: 2019/09/05 18:40 von Robert-Christian Knorr