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palliographie

PALLIOGRAPHIE

- befaßt sich mit den Schriftformen insbesondere in mittelalterlichen Handschriften → im umgekehrten SINNe hielten sich die Mönche beziehungsweise KANZLER beim Abfassen diverser Urkunden an Grundsätze der Palliographie

Grundsätze

  • Punkte gesetzt
  • Querstriche bis Zeilenumbruch
  • Auflösung
  • Buchstabentreue: u- und v-Gleichsetzung
  • Ergänzungen müssen korrekt wiedergegeben werden
  • Klammerausdrücke folgen nicht dem Schriftstil des Textes
  • Anfang der Inschrift durch KREUZ kennzeichnen
  • Beschreibung des TEXTes

Leidener Klammersystem

diskutiert von Ekkehard Weber in MIÖG 81, 1973, S. 337-343
[ ] – Ergänzung von Lücken, d.h. zerstörten Stellen
( ) – Auflösung von Abkürzungen
< > - Zusatz oder Abänderung durch den HERAUSGEBER
{ } – Tilgung durch den Herausgeber
[ [ ]] – Tilgung auf dem Original (RASUR)
Punkt unter dem Buchstaben: unsicher gelesen; könnte auch etwas anderes bedeuten
[…] oder [vvv] – Lücke mit der Anzahl der vermutlich fehlenden Buchstaben
[—] – Größe der Lücke nicht berechenbar
… – Fehlen unbestimmter Textteile oder mehrerer Zeilen
/ - Zeilenende
? – innerhalb einer Klammer: unsichere Auflösung
- - innerhalb einer Klammer: Unterbrechung der Zeile durch Schmuckelement

palliographie.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:19 (Externe Bearbeitung)