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PHARISÄER

- leben nach äußerer Dekretion, nicht ihr inneres Leben (Bahr)
- ihre Verirrung bestand in einem Abfall vom Gesetz und in der Einführung menschlicher Lehren (Klemens von Alexandria)
- der sich des geistigen Erlebens überhebt (Musil)

Geschichte

- bildete sich im 2. Jahrhundert v.Chr. aus Männern, die in Opposition zu den Makkabäern standen, als diese beschlossen, die israelische Königswürde mit der des Hohepriesters in Personalunion zu vereinigen → die Opponenten gegen diese Idee nannten sich Pharisäer, d.s. die Reinen, Freunde, Gleichberechtigten, und wollten für sich nur eine Unterordnung unter Gottes Willen akzeptieren, keine politische Aktivität
- Laienbewegung, die keine offizielle Funktion besaßen - im Gegensatz zu den Sadduzäern → Brennpunkt der nationalen Hoffnung der Juden während der römischen Fremdherrschaft
- um die Zeitenwende ca. 6000, dazu die Anhänger dieser Führer, was die Mehrheit der Juden ausgemacht haben könnte
- Rückhalt in den Synagogen, die es in jeder jüdischen Stadt gab → Unterschied zum archaischen Tempelgeist
- die biblischen Helfer waren die Sopherim, die Schriftgelehrten/Rechtskundigen, die die Ausbildung der unkundigen Juden übernahmen und das alttestamentarische Hebräisch verständlich wiedergaben

Lehre

- glaubten an die individuelle leibliche Auferstehung am Ende der Tage
- das Reich Gottes errichtet sich NICHT nach einer Apokalypse
- glaubten NICHT an die wörtliche Erfüllung des Gesetzes, ohne es auslegen und erklären zu dürfen → aber sie erklärten ihre leidenschaftliche Liebe zum Gesetz
- der schriftliche Gesetzestext bedarf der mündlichen Auslegung, der alltäglich neuen → „Sie erforschten das Wort der Thora und beschäftigten sich bei ihrer intensiven Suche nach dem ethischen Leben unaufhörlich mit der Kontemplation des Rechts. Für ihre Frömmigkeit, Toleranz und Weisheit waren sie hochgeachtet… In diesem Leben verachteten sie den Luxus und strebten dafür nach künftiger Glückseligkeit. Das Paradox des menschlichen Freiheitsbewußtseins beurteilten sie realistisch; ebenso die Umstände, die sich dem Einfluß des Menschen entziehen wie Erbmasse und Umwelt, die seine Entscheidungen jedoch wesentlich beeinflussen.“ (Chaim Cohen)

Pharisäertum

- wer mit zweierlei Maß mißt; selbstgerechte Bewertung;
- einäugige Humanität ist widriger als Barbarei (Jünger)

 
pharisaeer.txt (598 views) · Zuletzt geändert: 2015/05/05 09:33 von aerolith
 
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