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poseidonios

POSEIDONIOS

Poseidonios von Apameia

135-51 v.Chr.
- lebte auf RHODOS
Schüler Panaetius’, starb 110 v. Chr., der wiederum CHRYSIPPOS hörte
- eklektischer STOIKER und Wegbereiter des Gnostizismus
- nahm Platon auf
- setzte WERK des POLYBIOS fort
- ihm verdanken wir die ausführlichste Schilderung der Keltiberer und ihres Landes → STRABON nahm seinen BERICHT auf
- im GEGENSATZ zu seinem Lehrer sieht er ein Fortleben der SEELE nach dem körperlichen TOD: meinte, sie lebe in der Luft fort und bleibe bis zum nächsten Weltbrand unverändert
- es gibt keine HÖLLE, aber die Schlechten sind nach dem Tod nicht so glücklich wie die Guten, denn die SÜNDE trübt den reinen Hauch der SEELE
- die ganz Schlechten können sich nicht erheben und bleiben in Erdnähe, die wirklich Guten steigen bis in die Sternensphäre auf und verbringen ihre ZEIT damit, die Sternenkreise zu beobachten; sie helfen anderen Seelen, sich zu ihnen emporzuschwingen → neupythagoräische Anschauungen beleben den MYSTIZISMUS
- Vertreter der mittleren STOA
- lehrte CICERO
- Auseinandersetzung mit KARNEADES und den Skeptikern, die eine Sicherung der ERKENNTNIS bewirken sollte und die NOTWENDIGKEIT positiven Forschens erweisen sollte
- beseitigte den WIDERSPRUCH der SKEPTIKER, die Erkenntnis leugnen wollten, durch Aufdeckung des in dieser Behauptung enthaltenen Widerspruchs, nachdem die Skeptiker als WISSEN ihr Unwissen bzw. die Unmöglichkeit des Wissens als Wissen verkündeten: TU QUOQUE?
- setzte den VERSTAND als Wahrheitswert, der die Aporien, jene kataleptische Stillhaltestarre, überwand
- behauptete die Mantik als eigene mystische Erkenntnis, durch welche man sich der Götterlehre nähern könne

Literatur: A. Schmekel: Die mittlere Stoa. Berlin 1892.

poseidonios.txt · Zuletzt geändert: 2019/08/01 09:42 von Robert-Christian Knorr