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reichsdeputationshauptschluss

REICHSDEPUTATIONSHAUPTSCHLUSS

RDHS
1803
- Ergebnis der russisch-französischen POLITIK und von einer Kommission erarbeitet, die im Geiste des Friedens von LUNEVILLE das REICH als politischen Gegner ausschalten wollte und sich dieses Ausschusses bediente
- stand im WIDERSPRUCH zum Verfassungsrecht des Reiches und derogierte den KAISER
- geistliche Fürsten waren Wahlfürsten und konnten abgefunden werden; weltliche Fürsten waren legitimiert durch Blutlinie und mußten mit neuem Land entschädigt werden, d.i. patrimoniale Rechtsauffassung → von daher war der RDHS in jedem Falle ein territoriales Verlustgeschäft für das Reich
- gestaltete die Landkarte neu, neue Grenzziehungen
- bis auf sechs Reichsstädte (Augsburg, Nürnberg, Hamburg, Bremen, Lübeck, Frankfurt/M) verloren die übrigen ihre politische Selbständigkeit
- hob die Vermischung von STAAT und KIRCHE auf, ließ der Kirche in Deutschland aber ein Hintertürchen, indem der Staat nach der Enteignung der Kirche die Bezahlung der kirchlichen Segensträger übernehmen mußte und so die Trennung weitgehend aushebelte
- setzte das Entschädigungsprinzip durch - SÄKULARISATION und MEDIATISIERUNG;

- Fürstenrevolution, da die reichsunmittelbaren Reichsstädte und kleineren Herrschaften mediatisiert wurden, also als politische Einheiten aufgehoben und größeren Territorialstaaten zugeschlagen wurden (Nipperday)
- gewaltsame Mediatisierung selbständiger Staatsgebiete, die RUßLAND und FRANKREICH diktierten und deutscher EIGENNUTZ und Schwachheit bestätigten (ROHDEN)

reichsdeputationshauptschluss.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:21 (Externe Bearbeitung)