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reinhardsbrunn

REINHARDSBRUNN

Klosteranlage der Hirsauer in THÜRINGEN südlich vom Inselsberg
- die LUDOWINGER gründeten dieses Kloster 1085 und besetzten es mit Hirsauer Mönchen, die der Klosterreform von CLUNY verpflichtet waren
- 1086 wird Giselbert Abt, ihm wird zugesagt, daß er den VOGT und die Abtswahl frei vornehmen dürfe
- die Ludowinger behielten sich das Vogteirecht vor, aber sie mußten das Kloster zur Nacht verlassen und durften keinen Untervogt einsetzen
- die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1092, als Urban II. das Kloster unter seinen Schutz stellt
- im Kloster wurde eifrig in bezug auf die Besitzverhältnisse des Klosters und der Gebiete in Klosternähe gefälscht, insbesondere im Zeitraum von 1152-86 → Nachweis von A.Nande: Die Fälschung der ältesten Reinhardsbrunner Urkunden. Berlin 1883.
- die Fälschungen waren notwendig, weil die Ludowinger mit der Errichtung der die Reinhardsbrunner schützenden Schauenburg eine eigenmächtige HANDLUNG vorgenommen hatten, die im nachhinein legalisiert werden mußte, damit die Mönche in sicheren Rechtsverhältnissen lebten → die Mönche schufen sich durch die Fälschungen quasi einen eigenen Besitzstand
- in der Reformationszeit wird es von Bauern geplündert
- 1720 stürzt das Kloster ein

zum Teil recht informative Bemerkungen über http://www.schloss-reinhardsbrunn.com/seite2.htm

reinhardsbrunn.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:21 (Externe Bearbeitung)