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rhythmus

RHYTHMUS

- ist selbst unveränderlich, aber ermöglicht selbst die VERÄNDERUNG
- ist Bindung, das, was dem SCHWEIGEN als Pause Gewicht verleiht → zieht die Frage nach sich, was das WESEN noch in jenen Indifferenzpunkten ist
- der Versuch zur INDIVIDUATION, denn für seine EXISTENZ ist Vielheit und Werden notwendig → die SUCHT zum Schönen ist das MOTIV der Individuation und Rhythmus ist seine FORM in der Erscheinungswelt (NIETZSCHE)
- wird durch Nichtgleichgewichtszustände erzeugt
- Rhythmen sind aus Nichtgleichgewichtszuständen resultierende Gesamteffekte, die sie Symmetrie der ZEIT durchbrechen und eine KOHÄRENZ zwischen einer ungeheuren Menge an Freiheitsgraden schaffen (PRIGOGINE)
- wird zur Bezeichnung einer spezifisch mittelalterlichen, christlich-barbarischen Dichtart, rithmus teutonicus im Ludwigslied bezeichnet
- MÖGLICHKEIT, daß das Wort auf das französische rime zurückgeht - rhythmus, rythme - und nicht auf das ahd. rim wie Reihe (Wehrli)
- der ZWECK des Rhythmus besteht darin, den Moment der KONTEMPLATION zu verlängern, jenen Moment, da wir zugleioch schlafen und wachen und derf der einzige schöpferische Augenblick ist (YEATS)

moderner Rhythmus

- hat den Zeit-Rhythmus der alten GRIECHEN verloren → der AFFEKT ersetzt den Zeit-Rhythmus (Nietzsche)

rhythmus.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:21 (Externe Bearbeitung)