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saint-simon

SAINT-SIMON

Graf de Saint-Simon

1760-1825
französischer Utopist
- seine Überzeugungen fußen auf der MEINUNG, daß es eine ORDNUNG des Eigentums geben müsse
- Lob des industriellen Lebens
- eine LITERATUR der VERZWEIFLUNG; was von der IDEE der Einigung von NATUR und VERNUNFT wegdrängt, extrem und gemein (Löwith)
- CHRISTENTUM ohne MYTHUS, KULT, DOGMA → es gilt ausschließlich das soziale Liebesethos
- forderte in seiner Schrift „Neues Christentum“ 1825, daß alle gesellschaftlichen Einrichtungen die sittliche, geistige und körperliche Verbesserung der zahlreichsten und ärmsten Klasse haben müsse; außerdem sollen alle Vorrechte der Geburt aufgehoben werden, damit jeder nach seinen Fähigkeiten leben könne und jede Fähigkeit nach ihren Werken bemessen werde
- betrachtete sich als Nachfahre Karls des Großen
Credo: Mein ganzes STREBEN faßt sich in dem einen Gedanken zusammen, allen Menschen die freieste Entwicklung ihrer Anlagen zu sichern. Jedem nach seinen Fähigkeiten!

Stadien der Geschichte

  1. ein theologisches, das die WELT von Göttern geschaffen sein läßt,
  2. ein metaphysisches, das sie aus abstrakten Naturkräften oder Ideen deduziert und
  3. ein positives, das die Welt durch Zergliederung der Tatsachen und aus immanenten Ursachen begreift

- die ZEITALTER sind für sich stehend, d.h. sie tragen dann keine Elemente des vorigen mehr in sich, weswegen z.B. an Stelle der Feudalität und KIRCHE im positiven Zeitalter INDUSTRIE und WISSENSCHAFT getreten sind
- an der Spitze steht eine Art Industriepapst, ein sozialer Hohepriester
- utopisierte mit dem Arbeiter auch den Unternehmer, alle, die schaffen
- trotzdem FEIND des liberalen Bürgertums, das er wegen deren Primats der individuellen FREIHEIT als Feind des Human-Wertes der Gebundenheit betrachtete

saint-simon.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:21 (Externe Bearbeitung)