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SCHRIFT

- macht das flüchtige Wort durch Sehreize jederzeit und wiederholt aufnehmbar sowie reproduzierbar, sie beseitigt die Grenzen von Raum und Zeit, die der umfassenden Verbreitung des Wissens im Wege standen

arabische Schrift

- wurde ihnen durch die Aramäer vermittelt, wie der Grabstein von Nemara aus dem Jahre 328 bezeugt: 28 Konsonanten, wobei den 22 Zeichen der Aramäer noch durch Diakritie sechs weitere Zeichen subsumiert wurden
- als eigenständige Schrift um 650 in Kufa (Mesopotamien), daher kufische Schrift, entstanden
- ab dem 11. Jahrhundert wurde das Kufi vom Neschi verdrängt

chinesische Schrift

chinesische Schriftsymbole auf Orakelknochen und in der heutigen Form - kennt 44000 Zeichen, die ursprünglich Bilderschrift waren
- es gab keine Entwicklung zur Buchstabenschrift, weil das Chinesische ausschließlich aus einsilbigen Worten besteht und keine Flexion kennt (das ist ein großer Unterschied zum Japanischen) → jedes Wort besitzt mehrere Bedeutungen, die jeweils mit Hilfe der Betonung und des Kontextes vermittelt werden

demotische Schrift

drei ägyptische Schriftformen nach Grapow - ab dem 7. Jahrhundert v.Chr. in Ägypten benutzte Schriftform des Volkes
- ging aus der hieratischen Schrift hervor und wurde stark vereinfacht: zahlreiche Zusammenrückungen

germanische Schrift

- auch Runen oder Futhark genannt germanische Runen

gotische Schrift

- die schlanken, eckigen Buchstabenformen lösten die rundlichen der karolingischen Minuskel ab
- seit 1070 in Canterbury in den Eidesformeln (cartulae) des Erzbischofs benutzte Schriftform

griechische Schrift

griechsche Schriftzeichen griechische Schrift nach 404 v.Chr. - die Griechen übernahmen die Schrift von den Phönikern, der Form und der Reihenfolge ihres Auftretens nach; zudem lief die griechische Schrift wie bei den Phönikern anfangs von rechts nach links
- aber während im Phönikischen die Buchstaben auch Bedeutung besitzen, übernahmen die Griechen nur die Buchstabenform → Abstraktion
- weiters setzten die Griechen ans Ende jedes Buchstabens, der keinen Vokal aufwies, ein α
- seit dem 7. Jahrhundert v.Chr. schrieben sie dann von links nach rechts, wobei das eine Zeit dauerte und in der Übergangsphase bustrophedonisch geschrieben wurde (abwechselnde Schreibrichtung, zudem mit Spiegelverkehrtheit)
- es gab zwei Schriftformen, die westliche (dorische) und die östliche (ionische) → 403 v.Chr. setzte der Athener Archinos die ionische Schriftform als für alle Griechen bindende durch
- im Gegensatz zur heute benutzten Schriftform benutzten die Altvorderen keine Kleinbuchstaben (Minuskeln), diese tauchten erst im 9. Jahrhundert auf, so daß es fortan die Unzialschrift (Großbuchstaben des Altertums) und die Minuskelschrift gab

hebräische Schrift

auch kanaanäische Schrift, die seit ca. 900 v.Chr. benutzt wurde und sich anfangs an die phönikische anlehnte
- nach der babylonischen Gefangenschaft lehnten sich die Juden an die aramäische Schrift an, der ca. um 500 v.Chr. quadratisiert wurde und sich in dieser Form bis heute erhielt
- Beibehaltung der Linksläufigkeit und der Konsonantenschrift, die den Nachteil besitzt, Unsicherheiten beim lesen zu erzeugen, weil die Vokale nicht gegeben waren → deshalb Verwendung von Halbvokalen und Strichen/Punkten (diakritische Korrekturen) nach dem Beispiel der Syrer
- aus mehreren konkurrierenden Schriftschulen setzte sich die aus Tiberias am See Genezareth durch, die Punkte/Striche unter den Buchstaben setzten, wonach man heute die hebräische Schrift noch um den Zusatz „tiberisches System“ erweitert

hieratische Schrift

- die im Alltag benutzte Kursivschrift, die bei Korrespondenz, wirtschaftlichen Aufzeichnungen oder der Aufzeichnung literarischer Texte in Ägypten von den Priestern benutzt wurde
- eine der Hieroglyphenschrift angepaßte vereinfachte Form, die mit einer Binse geschrieben wurden, einem Rohrgriffel
- die hieratischen Zeichen haben ihre Bildhaftigkeit verloren, weisen aber auf die ursprünglichen Objekte hin

Keilschrift

- bei den Sumerern entstanden

lateinische Schrift

- es vollzog sich eine parallele Übernahme der Schrift dfer Etrusker und der Griechen, wobei das Etruskische zuerst da war; erst später wurden die bei den Etruskern fehlenden Buchstaben B, D, O, X durch die Römer eingefügt
- die Römer konnten nicht, wie die Etrusker auf den Unterschied zwischen stimmhaften und stimmlosen Verschlußlauten verzichten und änderten das Alphabet der Etrusker dementsprechend: das C wurde zum Sprechen von K verwendet; für den Laut G änderte man das Zeichen und hängte an das C noch einen Kringel; das Z wurde entfernt

phönikische Schrift

phönikisches Alphabet - entwickelte sich im 14. Jahrhundert v.Chr. aus der ugaritischen und der Protosinaischrift und spiegelt das Prinzip der Akrophonie wider
- 22 verschiedene Buchstaben wurden von rechts nach links und anfangs ohne Zwischenräume geschrieben
- aus dem phönikischen Alphabet wurde das griechische entwickelt

Protosinaischrift

- Inschriften in den Überresten eines Tempels zu Ehren Hathors → 32 Zeichen, d.i. ein Indiz für eine Buchstabenschrift, die erste Buchstabenschrift, die um 1500 v.Chr. entstand
- die Sinaibewohner ließen nach dem Prinzip der Akrophonie die Bedeutung der Worte außer Acht und verwendeten deren ersten Laut als Buchstaben

ugaritische Buchstabenschrift

ugaritisches keilschriftalphabet - benannt nach der vorderasiatischen Stadt Ugarit, die im 12. Jahrhundert von Seevölkern zerstört wurde
- die Ugariter benutzten bereits im 15.Jahrhundert v.Chr. eine aus 30 Zeichen zusammengesetzte Buchstabenschrift und verarbeiteten in ihr Einflüsse aus ihrer Umgebung

Vorgeschichte der Schrift

zwei Gruppen

  1. graphische Vorstufen wie Höhlenmalerei, Eigentumsmarke, Hausschild

 
schrift.txt (6315 views) · Zuletzt geändert: 2015/02/28 16:29 von aerolith
 
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