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thomas

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thomas [2010/08/26 13:01]
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 - Rücktreten der heilsgeschichtlichen Entfaltung des [[Glaube]]ns (wie sie [[Joachim]] lehrte) hinter die immergleiche Einsichtigkeit der ewigen [[Schöpfung]]sordnung → dennoch besitzt der Mensch eine synthetische [[Kraft]], die ihn wandlungsfähig mache\\ - Rücktreten der heilsgeschichtlichen Entfaltung des [[Glaube]]ns (wie sie [[Joachim]] lehrte) hinter die immergleiche Einsichtigkeit der ewigen [[Schöpfung]]sordnung → dennoch besitzt der Mensch eine synthetische [[Kraft]], die ihn wandlungsfähig mache\\
 - lehrte, daß der Anfang der [[Zeit]] und die [[Weltgeschichte]] als [[Heilsgeschichte]] nicht zu beweisen seien\\ - lehrte, daß der Anfang der [[Zeit]] und die [[Weltgeschichte]] als [[Heilsgeschichte]] nicht zu beweisen seien\\
 +
 +- der konkrete Inhalt des Glaubens wird zur systematischen [[Weltformel]],​ die aus rationalen Begriffen aufgebaut ist (Freyer)
  
 ==== über Ketzerei ==== ==== über Ketzerei ====
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 Die Kirche wird Sünder in ihren Schoß aufnehmen; die Liebe gegen den einen darf nichts Böses für andere mit sich bringen. Die Kirche wird Sünder in ihren Schoß aufnehmen; die Liebe gegen den einen darf nichts Böses für andere mit sich bringen.
 Der erstmalige Ketzer, der bereut und widerruft, wird zur [[Buße]] angenommen, der mehrmalige kann sein Seelenheil erlangen, doch von der [[Todesstrafe]] nicht befreit werden.\\ Der erstmalige Ketzer, der bereut und widerruft, wird zur [[Buße]] angenommen, der mehrmalige kann sein Seelenheil erlangen, doch von der [[Todesstrafe]] nicht befreit werden.\\
 +- Die Ketzer werden u.a. dadurch bestraft, daß die Heiligen die Strafen (Bestrafung) der Gottlosen vollkommen schauen dürfen.
  
 ==== Die Summe wider die Heiden ==== ==== Die Summe wider die Heiden ====
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 ==== Summa Theologiae ==== ==== Summa Theologiae ====
 oft zitiertes [[Buch]], gleichwohl es noch zahlreiche andere Bücher mit dem Titel [[summa theologiae]] gibt\\ oft zitiertes [[Buch]], gleichwohl es noch zahlreiche andere Bücher mit dem Titel [[summa theologiae]] gibt\\
-- fünf Gottesbeweise+=== Gottesbeweise ​===
   - der unbewegte Beweger   - der unbewegte Beweger
   - das [[Argument]] der ersten [[Ursache]] - Unmöglichkeit eines Zurückgehens ins Unendliche   - das [[Argument]] der ersten [[Ursache]] - Unmöglichkeit eines Zurückgehens ins Unendliche
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   - selbst manche unbelebten Dinge haben einen [[Zweck]], weswegen es ein außer allem liegendes [[Wesen]] geben muß, das nur ein in ihm liegenden Zweck besitzen kann   - selbst manche unbelebten Dinge haben einen [[Zweck]], weswegen es ein außer allem liegendes [[Wesen]] geben muß, das nur ein in ihm liegenden Zweck besitzen kann
 - Gott ist sein eigenstes Wesen, Wesen und Sein sind identisch\\ - Gott ist sein eigenstes Wesen, Wesen und Sein sind identisch\\
-- Gott besitzt keine Akzidentien und Nebensächlichkeiten,​ nichts Zufälliges, ​[[Akzidenz]]ienstreit\\+- Gott besitzt keine Akzidentien und Nebensächlichkeiten,​ nichts Zufälliges, ​Akzidenzienstreit\\
 - Gott kann nicht definiert werden\\ - Gott kann nicht definiert werden\\
 - Gott begreift sich selbst vollkommen (Gegensatz zu [[Johannes#​Johannes Scotus]])\\ - Gott begreift sich selbst vollkommen (Gegensatz zu [[Johannes#​Johannes Scotus]])\\
 +=== Erfordernisse der Schönheit ===
 +  - Vollständigkeit oder Vollkommenheit:​ Unvollständiges ist häßlich
 +  - die rechte Proportion oder [[Harmonie]]
 +  - Klarheit, denn wir nennen solche Dinge schön, die leuchtende [[Farbe#​Farben]] haben
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 ==== Erkenntnislehre ==== ==== Erkenntnislehre ====
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 - die Erkenntniskraft der menschlichen Vernunft vermag als //lumen naturale// (//​[[ratio]] naturalis//​) das, wovon sie durch Gott Prinzipien in sich trägt, zu erkennen → der Mensch erkennt gemäß seiner natürlichen Vernunft (nötig, um zu glauben; //​praeambula fidei//), aber muß Offenbarungen ([[Schöpfung]],​ [[Erbsünde]],​ [[Fegefeuer]],​ Menschwerdung) als übervernünftig [[begreifen]]\\ - die Erkenntniskraft der menschlichen Vernunft vermag als //lumen naturale// (//​[[ratio]] naturalis//​) das, wovon sie durch Gott Prinzipien in sich trägt, zu erkennen → der Mensch erkennt gemäß seiner natürlichen Vernunft (nötig, um zu glauben; //​praeambula fidei//), aber muß Offenbarungen ([[Schöpfung]],​ [[Erbsünde]],​ [[Fegefeuer]],​ Menschwerdung) als übervernünftig [[begreifen]]\\
-- die Naturerkenntnis ist also der Vorläufer/​Vorstufe der [[Gnade]], durch sie wird der Mensch vervollkommnet → über den Glauben, der auf der Erfahrung gründet, wird aufsteigend analogisch auf Gott geschlossen;​\\+- die Naturerkenntnis ist also der Vorläufer/​Vorstufe der [[Gnade]], durch sie wird der Mensch vervollkommnet → über den Glauben, der auf der [[Erfahrung]] gründet, wird aufsteigend analogisch auf Gott geschlossen;​\\
 - machte für das Kirchendogma ein gefährliches [[Geständnis]],​ indem er ein von der [[Theologie]] unterschiedenes Recht des [[Dasein]]s einräumt, das durch die [[Philosophie]] beschrieben werden kann ([[Chamberlain]])\\ - machte für das Kirchendogma ein gefährliches [[Geständnis]],​ indem er ein von der [[Theologie]] unterschiedenes Recht des [[Dasein]]s einräumt, das durch die [[Philosophie]] beschrieben werden kann ([[Chamberlain]])\\
  
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 - heilige Handlungen verlieren nicht ihre Heiligkeit, wenn sie von schlechten Priestern durchgeführt würden\\ - heilige Handlungen verlieren nicht ihre Heiligkeit, wenn sie von schlechten Priestern durchgeführt würden\\
  
 +==== Ästhetik ====
 +
 +- jedes [[Seiendes#​Seiende]] nimmt am Göttlich-Schönen teil, welches mit dem Guten identisch ist\\
 +- das [[Schöne]] fügt begrifflich etwas dem Guten hinzu: die Beziehung zur Erkenntnis
  
 ==== Rechtslehre ==== ==== Rechtslehre ====
 Jedes von Menschen erdachte Recht hat nur gerade soviel Rechtscharakter,​ als es vom [[Naturrecht]] abgeleitet ist. Aber wenn es in irgendeinem Punkt mit dem Naturrecht nicht übereinstimmt,​ hört es alsbald auf, Recht zu sein; dann ist es nur noch eine Rechtsverdrehung. Jedes von Menschen erdachte Recht hat nur gerade soviel Rechtscharakter,​ als es vom [[Naturrecht]] abgeleitet ist. Aber wenn es in irgendeinem Punkt mit dem Naturrecht nicht übereinstimmt,​ hört es alsbald auf, Recht zu sein; dann ist es nur noch eine Rechtsverdrehung.
 +==== Wirtschaftsvorstellungen ====
 +- Im Unterschied zu [[Tertullian]] lehnte T. den Handel nicht ab, sofern er der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Städte wie der Klöster dient.\\
 +- bei Geldgeschäften ist eine sittliche Haltung erforderlich,​ also darf es keine Wucherzinsen geben\\
 +- das [[Streben]] richte sich auf Erwerb, nicht aber auf [[Reichtum]];​ gerechte Preise, justum pretium
  
 ===== Thomas von Kempen ===== ===== Thomas von Kempen =====
 1380-1471\\ 1380-1471\\
 -  ein freundlicher Seelenberater der Fraterherren,​ der sich der Gegenbewegung zum [[Humanismus]] durch Gerhard G. anschloß und dessen Gedanken in 37 Einzelbändchen beschrieb\\ -  ein freundlicher Seelenberater der Fraterherren,​ der sich der Gegenbewegung zum [[Humanismus]] durch Gerhard G. anschloß und dessen Gedanken in 37 Einzelbändchen beschrieb\\
--  saß mit einem [[Buch]] in einem beschaulichen Eckchen und liebte das Gespräch → ein [[Idylle#​Idylliker]]+-  saß mit einem meist mystischen ​[[Buch]] in einem beschaulichen Eckchen und liebte das Gespräch → ein [[Idylle#​Idylliker]]
  
  
  
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