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tragik

TRAGIK

- besitzt der HELD noch eine andere Handlungsmöglichkeit, löst sich die Tragik auf
- im SUBJEKT steht das Tragik gegen kausale Abfolgen, die ihm nicht durchschaubar oder nicht bewältigbar sind
- steht im VERHÄLTNIS zur THEODICEE → eine vollkommen sinnvolle WELT ist nicht mehr TRAGISCH, also steht die Tragik zur Theodizee, zwischen dem ABGRUND ins NICHTS und der Sicherheit der ORDNUNG
- Grundfrage der Tragik: Wie kann der MENSCH in Gottes Welt leben?, d.i. ein LEBEN zwischen Selbstbehauptung und gottgewollter Vernichtung (Paradoxon)
- der Eigenständigkeitswille des Menschen fordert GOTT heraus → Sinnsuche und Sinnverlust
- entsteht, wenn der Mensch sich in Beziehung zu Gott setzt und nicht zwischen Gottes ABSICHT und eigenem WOLLEN entscheiden kann…;
- Zur tiefsten Tragik aller Zeiten gehört es, daß Menschen und Völkern verschiedenen biologischen Entwicklungszustandes das unmittelbare und gefühlssichere VERSTÄNDNIS für einander fehlt. Das ist auch die wesentliche Hemmung der übervölkischen Anpassungsbewegung der europäischen GEGENWART. Was dem deutschen Jungvolk das natürliche und unbezwingliche STREBEN nach selbsteigener Entwicklung war und ist, das muß manchem seiner Nachbarn aus Mangel an unmittelbarem, Verstehen als Vorrang- und Weltherrschaftsgelüste erscheinen. (KOLBENHEYER)

tragik.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:24 (Externe Bearbeitung)