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vedanta

VEDANTA

- geht von den Veda-Hymnen aus, und zwar von deren Ende, anta, den UPANISHADEN
- besitzt BEDEUTUNG bis in die GEGENWART
- die Grundschrift ist das Brahmasutra des Badarayana mit 500 Merksprüchen
- im 9. Jahrhundert hat SANKARA diese Lehre eine historisch wirkungsvolle INTERPRETATION gegeben
- spätere Lehrmeister wie Ramanuja, Madhava verloren sich in Einzelproblemen

Grundlehre

Badarayana
- spiritualistischer MONISMUS, wonach die Seelen aus dem All-Einen kommen und dorthin wieder zurückgehen;
- ist eine Übertragung des metaphorischen Bildwerkes der brahmanischen Mythen in abstrakte philosophische Begriffe, wobei die Urwesenheit, aus der das Weltall hervorgeht, als eine Verschmelzung von reinem BEWUßTSEIN (Brahman, Vidya) und Unwissenheit (Maya, Avidya) beschrieben wird, wobei die Unwissenheit mit der weiblichen Seite des mythischen Paares verglichen wird, die zugleich den Schoß und den Stoff der Schöpfung ausmacht → mittels ihrer verhüllenden KRAFT (Schleier der Maya) verschließt sie das absolute Brahman und mittels ihrer hervorbringenden Kraft bricht sie das Strahlen dieses Absoluten in die Formen der Weltspiegelung (siehe auch ABBILDTHEORIE bzw. Abglanzbegriff bei GOETHE)

vedanta.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:25 (Externe Bearbeitung)