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noske

NOSKE

Gustav Noske

1868-1946
SPD-POLITIKER
- bestgehaßter Reichswehrminister der Kommunisten bis in DDR-Zeiten → organisierte als Mitglied des Rates der Volksbeauftragten im Dezember 1918 mit republikfeindlichen Generalen eine Kette bewaffneter Provokationen gegen die demonstrierenden Kommunisten/Spartakisten
- schickte den preußischen General von Oven, den bayrischen General von Möhl und das Freikorps Epp (700 Mann), um Ruhe und ORDNUNG in München gegen die bayrische Räterepublik durchzusetzen: am 2. Mai 1919 wurde der Kriegszustand über München verhängt, am 4. November aufgehoben
- mußte nach dem KAPP-PUTSCH zurücktreten → ihm wurde vorgeworfen, rechtzeitige Vorsorge gegen die Putschisten versäumt zu haben

- hatte in den ersten beiden Jahren der WEIMARER REPUBLIK die schwerste Aufgabe nächst EBERT. Er kam aus der sozialdemokratischen BEWEGUNG und war ein MANN von seltenem MUT und schneller Entschlußkraft. Er war kein Werkzeug in den Händen der jungen Generalstabsoffiziere; im Gegenteil, sie hielten ihn für unersetzlich als ihren FÜHRER, der ihnen parteipolitische Schwierigkeiten aus dem Wege räumen konnte und die Fähigkeit hatte, rücksichtslos dem KOMMUNISMUS und den schwankenden Gestalten in seiner eigenen PARTEI entgegenzutreten. Ohne die enge Zusammenarbeit zwischen EBERT, Noske und den jungen Generalstabsoffizieren wäre es nicht gelungen, der Revolution HERR zu werden. Oft hat mir WILLISEN gesagt, welch schwerer Fehler es gewesen sei, Noske 1917 nicht zum Kriegsminister zu machen und Groener zum Chef des Generalstabes. (BRÜNING)

noske.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:18 (Externe Bearbeitung)