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weltentstehung

WELTENTSTEHUNG

- die WELTSEELE ist das Lebensprinzip des Alls, ein Mittleres zwischen dem körperlich Teilbaren und dem Einheitlichen, der IDEE
- die Weltseele erfaßt alle Zahlen- und Maßverhältnisse → die Weltseele wird zum unsichtbaren Weltkleid und beschreibt den ZWECK, d.i. der Gegensätzlichkeit zur mechanischen NOTWENDIGKEIT, die auf dem Nichtseienden beruht
- das Weltkleid entwickelt geordnete Gestalten, die Elemente, FEUER, WASSER, Luft, ERDE, die in Proportionen zueinander stehen und sich im RAUM verteilen, sich mischen und vergehen
- ihr Vergehen ist vorherbestimmt, wobei der sterbliche Teil für neue Gebilde bestimmt ist, der unsterbliche wird reiner und Teil der Weltseele oder fällt weiter in die Sterblichkeit beim Neumischen mit der MATERIE
- die Erde ruht in der Mitte der Welt, festgehalten durch den gleichen ABSTAND von den anderen Himmelskörpern (Platon)

altgriechische Vorstellungen

- die Welt entstand aus blinden Werdekräften, es gibt keine ERSCHAFFUNG durch bewußte Willenskraft (Rohde)

euphratensische Vorstellungen

Babylon
- zunächst wurde sich die Frage nach dem URGRUND des Sichtbaren gestellt
- die Erde ist ein mikrokosmisches ABBILD des Himmels, von Tierkreiszeichen umwölkt

jüdische Vorstellungen

- die Welt entstand aus dem NICHTS, der URSACHE der Ursachen: was weder durch seinen GRUND noch durch seine Essenz begriffen werden kann
- es gibt keine SCHÖPFUNG, kein vergehen: Nichts vergeht oder geht verloren, alles hat seine Stelle oder seine Bestimmung und alles geht zu seiner Bestimmung, d.i. Gott, zurück
- Gott schuf vor unserer Welt andere Welten: unsere Welt ist ein Abbild

weltentstehung.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:26 (Externe Bearbeitung)