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anamnesis

ANAMNESIS

- die SEELE vermag verdunkelte ERFAHRUNGen eigentümlich zu erhellen und in ihrem Anschauen die WELT zu öffnen und die Unverborgenheit des Seienden, die WAHRHEIT, zu erreichen
- kann nur erothetisch - von erotanSTREBEN - bewiesen werden, d.h. durch Fragen, die experimentierfreudig Denkmodelle bestehen lassen;

- die Rück-Wegigen sind die wahren Vor-Läufer der ZUKÜNFTIGEN
- nicht auf einer Anamnese beruht das Kennen des Seins, wie es seit Platon bestimmt wird, sondern auf einem Vergessen, dem VERGESSEN der Rückkehrschaft
- Allgemeinstes und durchgängig Erinnertes - Gewöhnung (HEIDEGGER)
- Durch die Anamnesis wird für den Menschen allererst die konkrete Möglichkeit geschaffen, sterblich zu sein, das heißt zu leben. In mythologischen Bildern wird ein SYSTEM der ganzen WELT geliefert. Der Mensch ist der GOTT, der das Sein überschaut, mag er auch in Wiedergabe des Geschauten nur die Rolle der Aussagemöglichkeit der tranzendenten Idee spielen. Der konkrete Mensch ist derjenige, der das transzendente REICH der IDEE durchschaut. Alle Sterblichkeit fällt von ihm ab als dem Seher transzendenter Herrlichkeit. (KUHLMANN)
- DENKEN des Grundes (Platon)
- ZIEL der Hebammenkunst
- der Anstoß für die ENTWICKLUNG des Geistes (SOKRATES)

anamnesis.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:05 (Externe Bearbeitung)