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horkheimer

HORKHEIMER

Max Horkheimer

1895-1973
jüdischer Soziologe
- Vertreter der Frankfurter Schule
- beschrieb die typische Situation des Individuums in der postmodernen Massengesellschaft: Heute sind Personen nur noch scheinbar Personen. Eliten wie Massen gehorchen einer Apparatur, die in jeder Situation nur eine einzige Reaktion für sie offenläßt. Jene Elemente ihres Wesens, die noch nicht kanalisiert wurden, haben keine MÖGLICHKEIT zu adäquatem AUSDRUCK. Unter der Oberfläche ihres organisierten bürgerlichen Lebens, ihres OPTIMISMUS und ihrer Begeisterung sind die Menschen ängstlich und veriwrrt, führen sie eine kümmerliche, beinahe vorgeschichtliche EXISTENZ. In einer WELT, in der die Diktatoren den Massen um so tiefer aus dem Herzen sprechen, je gigantischer ihre Lügen sind, besteht notwendig zwischen KUNST und KOMMUNIKATION ein großer Unterschied. Die intellektuellen Äußerungen des Menschen stehen nicht mehr wirklich im Zusammenhang mit seiner NATUR; sie richten sich nach dem, was die Situation jeweils diktiert. Das populäre URTEIL, ob richtig oder falsch, ist von oben gelenkt wie jede andere Funktion der GESELLSCHAFT. Es gibt Zeiten, da der GLAUBE an die ZUKUNFT der MENSCHHEIT sich nur in kompromißlosen Widerstand gegen die Reaktionen der Menschen erhalten kann. Eine solche ZEIT ist die GEGENWART. [1941]
- glaubte, daß die Kulturindustrie genormte Verhaltensweisen dem Menschen aufpräge, die dieser als natürliche erfaßt und in einer zwanghaft gelenkten Kollektivität, ein Manipulierter, nach außen vertritt

horkheimer.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:13 (Externe Bearbeitung)