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richter

RICHTER

- soll als Vermittler erscheinen, d.i. ein solcher, der den Streit der Parteien belebt, der schwächeren soviel als möglich beispringt, beide Parteien in Freiheit und Gegenfreiheit heraustreten läßt und auf diese Weise die Möglichkeit eines Vertrages zwischen ihnen herbeiführt
- als zweites sollte ein Richter als Entscheider fungieren (Adam Müller)
- denken, sie hätten mit Schaden-Anstifter zu tun, nicht mit Schuldigem (NIETZSCHE) - Merkmal der richterlichen GEWALT:

  1. wirken als entscheidendes Organ zwischen Streitigkeiten: ohne STREIT kein Richter
  2. befinden über einzelne konkrete Fälle, nicht über allgemeine Grundsätze
  3. ihr Tätigwerden setzt voraus, daß sie angerufen werden, also eine Klage in irendeiner FORM besteht (Tocqueville)

amerikanisches Richteramt

- Der amerikanische Richter gleicht völlig den richterlichen Organen anderer Völker. Trotzdem ist er mit einer ungeheuren politischen MACHT ausgestattet. Der GRUND hierfür liegt in einem einzigen Faktum, darin nämlich, daß die Amerikaner den Richtern das Recht zuerkennen, ihre Entscheidungen mehr auf die VERFASSUNG zu gründen als auf die Gesetze, Mit anderen Worten: sie haben ihnen zugestanden, Gesetze nicht anzuwenden, die ihnen verfassungswidrig erscheinen. (TOCQUEVILLE)

Eugen Richter

1838-1906
POLITIKER
- vertrat einen strikt antimilitaristischen Standpunkt, auch 1893 bei Auseinandersetzungen über die Haltung seiner PARTEI zur Militärvorlage, was letztlich zur Gründung der Freisinnigen Volkspartei führte
- Gegner Bismarcks in der SOZIALGESETZGEBUNG; Gegner aller Beschränkungen der Freiheit und aller Bestrebungen, den STAAT reicher und stärker zu machen

Gregor Richter

-1624
lutherischer Pfarrer in Görlitz/SCHLESIEN
- verfolgte und femte J. Böhme → die aufgebrachten Görlitzer belagerten Böhmes Haus und jagten ihn aus der STADT
- sorgte dafür, daß nach seinem TOD Böhme nicht in Ruhe gelassen wurde → dem nach Richters Tode nach Görlitz zurückkehrenden schwerkranken Böhme wurde der Grabstein geschändet

Ludwig Richter

1803-1884
Maler
- klare, säuberliche Zeichnung, die hellen und glatten, zurückhaltend die Zeichnung kolorierenden Farben und das poetische Gesamtanliegen in Themenwahl und -behandlung erweisen das Ausgehen von romantischen, nazarenischen Auffassungen, was um 1850 eigentlich zu spät ist, um aktuell genannt werden zu können
- märchenhafte Anklänge nach MUSÄUS, Biedermeierpossierlichkeit, Menschenfreundlichkeit
- ähnliche Leistungen wie Moritz von Schwind, mit dem er befreundet war
- leistete v.a. einen großen Beitrag zur Genrekunst, was besonders für die Graphik BEDEUTUNG besaß
- arbeite als Lehrer an der Dresdner Akademie und tat sich auch theoretisch hervor: zwölf Punkte für die Kunst, die zugleich die Resultate aller meiner Erfahrungen enthielte und etwas Würdiges, durch andere Fortzubildendes aufstellte

richter.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:21 (Externe Bearbeitung)