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opfer

OPFER

- bringt den MYTHOS in die ZIVILISATION
- in der nordischen MYTHOLOGIE hängt ODIN für sich selbst am BAUM, was KLAGES zur der These verhalf, daß jegliches Opfer das des Gottes an den GOTT sei (ADORNO)
- die HOFFNUNG des Opferbringers besteht darin, daß der GEIST des geschenkten Objekts als Numen zum Schenker zurückkehre (Birkhan)
- die Opferung der Besten erlöst das VOLK durch metaphysische Erhöhung
- der Geopferte wird in die Kraft des Allgemeinen eingeführt (DACQUE)
- das durch Selbsteinsatz vergossene Blut fließt niemals umsonst (Edgar Jung)
- Das Opfernmüssen betrifft einen jeden, weil jeder vom Leben und allen Gütern des Lebens den ihm umfaßbaren Anteil - das ursprüngliche suum cuique - nur dadurch empfängt, daß er beständig gibt und wiedergibt. Es ist aber nicht vom Tauschen im Sinne des gewöhnlichen Gütertauschs die REDE (der freilich uranfänglich gleichfalls vom Opfergedanken die Weihe erhält), sondern vom Austausch der Fluiden oder Essenzen durch Hingebung der eigenen SEELE an das tragende und nährende LEBEN der WELT. (KLAGES)
- machte bei den KELTEN den zehnten Teil von der Kriegsbeute, dem Gewinn oder einer andern Einnahme aus (Szemerenyi)

  • Versöhnungsopfer - am Ende steht der gemeinsame Genuß des Opfertieres; zumeist in GEMEINSCHAFT vollzogen
  • Schuldopfer - ohne gemeinschaftlichen Impetus
  • Totenopfer - Gewißheit für den Toten
  • Menschenopfer - als Stellvertreter der GEMEINDE; ist jünger als Tieropfer

- berührt sich mit Prodigia, allgemeine Vorzeichen durch beispielsweise Eingeweideschau, d.h. Opferungen sind zumeist in einem Sinnzusammenhang mit dem Orakelwesen zu SEHEN
- das Opfer soll die ZUKUNFT beeinflussen als eine FORM handelnden Einwirkens (WUNDT)

opfer.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:18 (Externe Bearbeitung)