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STAATSMANN

- seine KUNST besteht darin, die SYNTHESE des ideal-universalen und des egoistisch-staatlichen Gedankens zu finden (DELBRÜCK)
- Das Nationalgesetzbuch ist ihm nichts anderes als ein Auszug, ein esprit der Nationalgeschichte; die unzähligen ökonomischen Bedürfnisse, welche sich klagend und bittend an ihn wenden, sind ebensolche Forderungen der ZUKUNFT. Diese und die ebenso lauten und ernsten Forderungen der VERGANGENHEIT, welche aus den Gesetzen sprechen, hat er untereinander zu vertragen und zu vermitteln: er soll die Vergangenheit und die Zukunft ineinander weben. Dies kann er nur dadurch, daß er beide lebendig und persönlich, d.h. ideenweise, vor sich hinstellt; er kann es nur, insofern er, in Burkes Manier, die Jahrhunderte fragt, die Gesetze der DAUER in seinen Kalkül zieht, vor allem anderen die Allianz der Raumgenossen sowohl als der Zeitgenossen im AUGE behält und also ZEIT und EWIGKEIT in seinem Busen trägt. (Adam Müller)
- sollte folgende Eigenschaften besitzen:

  1. er wägt die Folgen seiner Entscheidungen wohl ab in Hinsicht der WIRKUNG auf seine Mitmenschen
  2. ist verantwortlich für diejenigen, die ihn gewählt haben
  3. verfügt über historische BILDUNG und kann gegenwärtige Erscheinungen entsprechend einbetten
  4. begreift POLITIK als die KUNST des Machbaren, ist aber jederzeit bereit dazu, seine Karriere zugunsten des Machbaren (für das VOLK) zu opfern
  5. weiß, daß er ersetzbar ist, was ihn frühzeitig dazu animiert, nach einem geeigneten Nachfolger Ausschau zu halten (Höcke)
staatsmann.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:23 (Externe Bearbeitung)