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CONFESSIO AUGUSTANA

1529 auf dem REICHSTAG in Speyer vorgelegt
- als Kompromißschrift zwischen den Reichsständen von den Protestanten geplant → zog die CONFUTATIO der Katholen nach sich, denn die Confessio wurde als protestantisches Glaubensbekenntnis aufgefaßt

§2:
- Ablehnung des Pelagiasmus - ERBSÜNDE ist keine SÜNDE -, denn sonst würde das LEIDEN und Verdienst Christi verachtet werden
siehe: PELAGIUS
§4:
- Vergebung der Sünden wird nicht durch Werke erreicht, sondern nur durch den Glauben, daß JESUS CHRISTUS für UNS gelitten hat - siehe auch Röm. 3,21 und 4,5
§5:
- damit wir zum Glauben kommen, hat GOTT Predigtamt, Sakramente und EVANGELIUM gegeben
§7:
- das Evangelium muß einmütig im rechten VERSTÄNDNIS verkündigt werden
§8:
- die DONATISTEN - verwarfen alle Bischöfe, die sich in der Verfolgung als unwürdige Christen erwiesen hatten - werden verworfen, da die Sakramente auch gültig sind, wenn sie von falschen CHRISTen gereicht werden
siehe DONATUS
§22:
- das ABENDMAHL wird allen, Matth. 26,27, und in beiderlei GESTALT gereicht, 1. Kor. 11,20, durch das 4. LATERANKONZIL 1215 eingeführte Neuerungen sind nichtig
§23:
- die EHE für PRIESTER wurde in DEUTSCHLAND erst 1075 aufgehoben, päpstliches Edikt, doch steht geschrieben 1. Tim. 3,2, daß ein Bischof Ehemann einer einzigen FRAU sein solle…
- es gibt viele höhere Gründe für die Ehe als gegen sie, damit keine schändlichere LASTER in deutschen Landen einreißen
§24:
- Jesus Christus hat sich ein- für allemal geopfert für alle Sünden, nicht nur für die Erbsünde → die MESSE wird für alle gelesen und ist kein MITTEL, Sünde von den Menschen zu nehmen
- die Messe dient der ERWECKUNG des Glaubens und der Tröstung des Gewissens, nicht der SÜNDENVERGEBUNG
§25:
- die Beichte wird nicht verworfen, nur ist sie eine Sache des Gewissens und kann vom Priester nur gehört werden, doch ist es unmöglich, alle Sünden aufzuzählen

confessio_augustana.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:08 (Externe Bearbeitung)