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KEYNES

John Meynard Keynes

1883-1946
englischer Nationalökonom
- unterstrich den WERT der Geldpolitik für das Wohl und Wehe der BÜRGER
- entwickelte 1921 eine Wahrscheinlichkeitstheorie
- nahm als Angehöriger des britischen Schatztamtes an der Konferenz von VERSAILLES teil und trachtete auf einen gerechten VERTRAG, was er pragmatisch begründete, konnte sich nicht durchsetzen und schied aus dem Schatzamt aus
- versuchte Einfluß auf die britische Geldpolitik zu nehmen: Stabilisierung interner Preisniveaus, Ablehnung des altliberalen Glaubens an die Selbstregulierungskräfte der WIRTSCHAFT, Betonung der NOTWENDIGKEIT staatlicher Eingriffe zur Herstellung wirtschaftlicher Gleichgewichte (Arbeitsmarkt, Preise, Gleichgewicht zwischen Spar- und Investitionssumme durch Zentralbankzinssätze…)
- steht für die THEORIE des chronischen Ungleichgewichts in bezug auf die Unterbeschäftigung, Übernachfrage und allen damit verbundenen Problemen, die durch behutsame staatliche Invektiven gelöst werden müßten
- nach 1940 wieder in öffentlichen Ämtern, u.a. Direktor der Bank of England, mit der Kriegsfinanzierung 1939-45 befaßt, der Gründung des Internationalen Währungsfonds und der Organisation der weltweiten Nachkriegswirtschaft;
- leidenschaftlicher Vorkämpfer einer wahrhaften europäischen Wiederherstellung
- sein empörtes Gerechtigkeitsgefühl hielt die Umrisse des Versailler Altmännerkollegiums mit dem Griffel eines TACITUS für ewige Zeiten fest (OSSIETZKY)

keynes.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:14 (Externe Bearbeitung)