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schnitzler

SCHNITZLER

Artur Schnitzler

um 1912
Schriftsteller
- FORM, die es erlaubt, mit einem Gedanken zu spielen, indem sie ihn bald nachdenklich und schwer, bald von der heiteren Seite nimmt und so vieles ausgleichen kann
- seine Verbeugung vor den Wiener Comtessen ist spielerisch, nicht substanziell
- beißt sich auf die Lippen, damit niemand merkt, wie zerstreut er ist
- verachtet nicht die kleinen Lügen, aus denen manchmal etwas Wirkliches wird, worin vielleicht das eigentliche WUNDER und letzte GEHEIMNIS unseres Lebens liegt

Kakadu

- weiß das Echte - das Alte - mit dem neuen GEFÜHL zu verbinden → der ZUSCHAUER empfindet nicht das Kostüm des historischen Kolorits und steht sogleich in den Problemen

Leutnant Gustl

- der EINFALL einer männlichen GESTALT, die beleidigt wurde und sich nicht mehr zu rächen braucht, da der Beleidiger starb
- SPIEL mit Charaktereigenschaften, Aggressivität, Mutproben etc.

Puppenspieler

- Luftgestalten im poetischen Tanze herumwirbeln lassend

Der Weg ins Freie

1908
- die theresianische ZÄRTLICHKEIT macht den Österreichern das BLUT dick und DEUTSCH
- man leidet an nichts tiefer als an seiner VERGANGENHEIT
- Wie kann man ÖSTERREICH wieder mit dem LEBEN verbinden, von dem die Österreicher seit der GEGENREFORMATION abgeschnitten sind?

Professor Bernhardi

1912
- kritische Darstellung hierländischer Zustände
- Schablone: DREYFUS-Affäre von 1894 → führte zur Intellektuellen-Debatte in der deutschen LITERATUR

Einsamer Weg

- kein Deutscher unserer ZEIT ist auf der Bühne im Geistigen weiter gekommen als Schnitzler (BAHR)

Lit.: Reinhard Urbach

schnitzler.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:22 (Externe Bearbeitung)