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weise

WEISE

der Weise

- seine Worte sind Gleichnisse, die unanwendbar im täglichen LEBEN sind, aber nur dieses hat der MENSCH
- lebt solange, wie er muß, nicht solange, wie er kann;

- für ihn sind Fatalität und das UNGLÜCK, das die Menschen schlägt, unüberwindbar (MAETERLINCK)
- wird kaum in seinem GEMÜT bewegt, sondern - seiner selbst und Gottes und der Dinge nach einer gewissen ewigen NOTWENDIGKEIT bewußt -, hört er niemals auf zu sein, sondern ist immer im BESITZ der wahren Zufriedenheit des Gemüts, d.i. GLÜCKSELIGKEIT (SPINOZA)

Christian Weise

1642-1708
SCHRIFTSTELLER und Pädagoge
- bereitete acht Jahre lang in Weißenfels Eleven für den Staats- und Heeresdienst im Sinne Herrnhuts vor, ab 1678 in seiner Heimatstadt Zittau
- änderte wenig an der äußeren ZUCHT, wie sie in protestantischen Landen in der Schule üblich war, und ließ auch den Einfluß der Lutherkirche zu, aber er hatte immer die wirklichkeitsnahe Ausbildung im Sinn, um vielseitig gebildete und tüchtige junge Männer heranzubilden, Weltmänner, den Politikus
- in diesem Kontext stellte er das Schultheater in den DIENST der Ausbildung, wozu er deutschsprachige Stücke schrieb
- schrieb im Stile Moscheroschs von Traumgesichten
- thematisierte das private GLÜCK im Sinne einer Verbindung zur Weltklugheit, d.i. eine politische Komponente
- polemisierte gegen die Narrenliteratur, denn der MENSCH solle Unfälle vermeiden

die sieben Weisen

THALES, SOLON, PERIANDER, Kleobulus, Chilon, BIAS, PITTAKUS
- besonders bedeutsam in der Phase des Übergangs von der patriarchalischen zur gesetzlichen Periode
- sie verbanden das PRAKTISCH-WESENTLICHE dieser ZEIT in das BEWUßTSEIN der allgemeinen Sittlichkeit und besaßen gleichzeitig die KRAFT, diese Sittlichkeit gesetzlich zu schützen (HEGEL)

weise.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:26 (Externe Bearbeitung)