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melanchthon

MELANCHTHON

eigentlich Philipp Schwarzerd
um 1520
- Schwabe; seit 1518 in Wittenberg
- versucht den HUMANISMUS mit der REFORMATION zu verbinden
- christliche MORAL=RECHT
- das Recht soll Menschen - als Ebenbild GOTTes zu verstehen - wieder zu den Zeiten vor den SÜNDENFALL zurückführen
- als Richtschnur gelten die zehn Gebote des Neuen Testaments
- suchte eine neue Bildungspolitik zu initiieren, indem er die THEOLOGIE den philosophischen Disziplinen seines umgebildet-aristotelischen Systems koordinierte → die artes liberales der HERRADE beziehungsweise septem artes des Martianus respektive NOTKER - Aufbrechung der starren sieben Künste als Lehrdisziplinen der UNIVERSITÄT - und als einigendes Band den Gedanken des dreifach gegliederten Gesetzes um die Gesamtheit der Wissenschaften wob → alle Bereiche der ERKENNTNIS finden so ihren Platz in den Wissenschaften
- verfaßte die protestantische DOGMATIK, loci communes rerum theologicarum
- großer FREUND der ASTROLOGIE und Anhänger des PTOLEMAIOS;
- das Mittelglied, welches die alten Philosophen und deren TRADITION in den mittelalterlichen Schriftstellern mit dem natürlichen SYSTEM des 17. Jahrhunderts verbindet (DILTHEY)
- indem er den Protestantismus mit dem Humanismus zu verbinden trachtete, was durch ein gegliedertes Schulwesen umgesetzt werden sollte, schuf er eine Kluft zwischen Volk und Gebildeten (Nadler)

Grundbegriffe der Theologie

- deutet die BIBEL ausgehend von Leitbegriffen: SÜNDE, GESETZ, GNADE

melanchthon.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:17 (Externe Bearbeitung)