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VERGANGENHEIT

- die Liebe zu Vergangenem entspricht Erleiden, nicht Tun (Dierks)
- soziale Konstruktion (Halbwachs)
- die Aufbewahrung der Gegenwart, als Wirklichkeit, aber die Zukunft ist der Gegensatz hiervon, vielmehr das Gestaltlose… es kann also in der Zukunft überhaupt keine Gestalt angeschaut werden (Hegel)
- Wir schauen Totgeglaubtes an, und siehe: Es lebt! Es gibt da keinen Tod, wenn wir ihn nicht wahrhaben wollen. Menschen unserer Liebe sterben nur, wenn wir sie vergessen, wenn wir sie nicht mehr anschauen in Momenten des größten Glücks oder der größten Trauer, wenn wir nicht mehr mit ihnen sprechen, wenn sie sprachlos geworden. Das ist die ewige Kraft der Liebe, sie ist der Anfang von allem Menschlichen, von allen Wünschen, mit anderen Menschen zusammenzuleben. Liebe.
In unserer Ethik gibt es Fragen. Sie ist auf dem Weg. So stellen sich Fragen: Welche Werte sind die wichtigsten, gibt es Reihungen, Stufen der Werte, wenn ja, welche? Setzt sich der einzelne die Wertstufen selbst? Kann der Mensch das Werten unterlassen und sich nur am Anblick des Schönen und Wertvollen erfreuen, wohl wissend, daß Anschauung bereits Quell seiner Freiheit ist? Gibt es Grade der Freiheit? Grade des Schönen?
Fragwürdig ist eine nationale Ethik! Der Mensch kann in einem nur nationellen Rahmen nicht dauerhaft ethisch-politisch handeln, denn dies würde ihm von außen einem Zweck unterwerfen, der sich nicht mit den Bildern vereinbaren ließe. Der Mensch als Wesen muß also jenseits solcher „Phantasmagorien“ wie Nation oder Rasse stehen. - In dieser Frage aber besteht noch Forschungsbedarf. (Knorr)
- Es gibt keine Vergangenheit. Alles ist immer in uns und kann zu jeder Stunde wieder auferstehen. (Thieß)

Vergangenheit als poetisches Potential

Morgen. Edgar schlug die Augen auf, kramte in seinem müden Hirn, was heute auf ihn wartete, und beschloß, liegen zu bleiben. Das tat er oft, vielleicht zu oft. Die Stadt, in der er lebte, stand beizeiten auf und ging auch zeitig schlafen. Die Zeit floß im Rhythmus und ließ Spielräume; die Menschen jedoch behaupteten häufig, sie hätten keine Zeit. Derweil meinten die Einheimischen damit das Nichtzuhandene einer wesend-gegenwärtigenden Zukunft und verwechselten das vulgäre Nacheinander herkömmlichen Zeitempfindens mit dem ihnen innewohnenden nichtvulgären Vertrautsein in dem ewigen Fließen alles Gewesen-Gewordenen. Es ist wohl einfacher zu sagen, man habe keine Zeit. Das ist zeitgemäß!
Eine gewisse Stumpfheit, diese degenerierte Gleichgültigkeit im warmherzig-volkstümlichen Gewande erzogenen Kleinbürgertums, ließ Neuankömmlinge zu der Ansicht kommen, daß man hier gut aufgenommen würde. Das stimmte nicht. Man wurde überhaupt nicht aufgenommen! Der optimistische Neuankömmling verwechselte nämlich Toleranz mit Gleichgültigkeit. Kratzte er nach einigen Irritationen an der Oberfläche seines vorschnell gefaßten Meinungsbildes, so barst die äußerliche Höflichkeit des dressierten Kleinbürgers; zutage trat das spießige Naturell des Provinzlers, der nur in Ruhe gelassen werden möchte. Dennoch unterschied sich die Stadt von vielen anderen durch die aus der Vergangenheit in die Gegenwart hineinreichende Bedeutung ihrer Universität. Manche behaupteten, die Stadt wäre nichts ohne die Universität, die wiederum könnte aber ohne die Stadt sein. Stadt und Universität aber überdauerten einander seit langer Zeit. Die Stadt wuchs, die Universität entwuchs allen Veränderungen. Auch die schrecklichsten Zeiten maß man leidvoll aneinander; man rechnete gegenseitig auf und überdauerte jede Veränderung, Veränderungen durch innere oder äußere Einflüsse, Veränderungen durch friedliche und kriegerische Destruktoren.
Edgar unter seinem BaumAch, der letzte Krieg: Er lastete wie ein ewiges Verhängnis über der Stadt, ja, dem ganzen Land. Die Gründe, die das Land in den Krieg trieben, waren nach dem bewaffneten Konflikt nicht wieder Sprache geworden; ersatzweise wurde der weltweit einzigartige Charakter der Landeskinder deformiert und dem der Triumphatoren angepaßt, worin Sieger und der Großteil der Besiegten allgemein die Lehre aus der Geschichte sahen. Die Tat der Verstümmelung entsprach vollkommen dem Charakter der zivilisierteren Sieger, die mit den Besiegten dasselbe taten, was schon immer ihrem Naturell entsprach: Schwächere dem eigenen Charakter annähern und so von vornherein den Keim der Auflehnung als bestenfalls rebellischen artifizieren, als Auflehnung gegen sich selbst! Das betrieben die Sieger mit den Ureinwohnern ihres Kontinents wie auch mit aufsässigen Secessionisten. Im Ergebnis dieser Fehlentwicklungen liegt ein erneuter Krieg, worauf man vor allem im Ausland bei Gelegenheit vorwurfsvoll die dann über sich selbst erschrockenen Landeskinder aufmerksam zu machen wußte. Diese nahmen den Fingerzeig an, denn die Siegermächte hatten das besiegte Land umgekrempelt. Die Sieger stülpten dem Land eine Gesellschaftsform über, von der sie borniert glaubten, daß diese die einzig glücklich machende sei, und erhielten extra- und intraordinierende Hilfe. Die Selbstverleugnung lag im Naturell der Landeskinder, zudem waren die Siegerideen gerade weltweit in Mode, und es war die Angst vor dem niedergeworfenen Gegner immer noch so groß, daß man ihn mit dem eigenen Geist so tief affizieren mußte, bis man glauben konnte, den letzten Widerstand schon im Keimstadium zu erkennen.
Doch seien hier einige Wort der Kritik an der Machtentfaltung der Starken angebracht:
These: Manch Starker dünkt sich, Gott als von seinen Gnaden auferstanden zu denken!
Einwand: Muß eine ontologische Grundlegung durch Gott nicht erst geschehen sein, bevor der Starke seine letzte unbewegte Ursache ergründen kann? Begründung des Einwandes: Ein Subjekt erkennt ein Objekt und das verstandesgemäß, was bedeutet, daß es nicht mit dem Erkennenden identisch sein kann. - Einzige Identität ist möglich über das Versenktsein in den einen Gott, doch dies berührt andere Fragen als politische.
Der Starke begreift sich als einzig Erkennenden des Außen und ordnet demgemäß die Umwelt dem eigenen Willen unter. So bildet sich nach Kämpfen der Schwache, der Schwächere heraus. Stark drückt somit ein Verhältnis aus: Der Starke benötigt Distanz gegenüber den Schwachen. Die schafft er sich über Definitionen des Guten, Wertvollen; Dinge, an die Schwache sich klammern können und über Gesetze einzuklagen glauben. Wir sehen, daß das Recht hierin Funktion besitzt, Funktion zwar, aber der Starke setzt sich über das Recht hinweg, das zeichnet ihn aus. (Der Zyniker meint hier: das zeichnet es aus.) Die Politik der Gleichmacherei stäupte den besonderen Menschentypus des Landes - manche Dichter behaupteten, daß nur gegen diesen Menschentyp die verheerenden Kriege geführt wurden! - in die Selbstherrlichkeit eines eingeführten Gemeinwesens. Ein importiertes Recht war es, was den Gerechtigkeitssinn von Jahrhunderten aushöhlte, aber der Import war sehr vernünftig und traf sich mit dem politischen Begriff des Rechtmäßigen. Und siehe: Die Politik verkleinerte das Land der Renitenten vergangener Zeitalter erst wirklich auf das Mindestmaß kontinentalen Ausgleichs der Machtsphären, drängte alles in jenes dumpfe Mittelmaß, das als Moral aus der Geschichte täglich in den Medien beschworen wurde. Demgemäß wäre es mit Wunderdingen zugegangen, wenn dieser Verlust der nationalen Unabhängigkeit nicht mit einem Absinken des öffentlichen Geistes und einem Überwuchern der Privatinteressen verbunden gewesen wäre. Die Sieger subsumierten historische Entwicklungslinien unter ferner liefen, begriffen solche alten Kamellen nicht, oder aber sie stellten diese gewinnbringend in den Kanon ihrer utilitaristischen Philosophie!
Je länger man aber trotzigerweise darüber nachdenkt, um so klarer dürfte es werden, daß einst die Schwachen die Starken sein müssen, daß es Spiel geben muß, wobei fraglich ist, ob eine daraus folgende Umwertung der Werte die Frage der Schuldzuweisung neu bestimmte oder eben nicht!? Vielleicht gab es in einer Frage keine andere Antwort als die eine, daß man nämlich doch schuldhaft in den Jahrhundertkrieg geraten war, weil Städte wie die eigene keine geistige Heimat mehr schufen, die sich verengende Enge ignoranter Intoleranz keine Athmosphäre für Not wendenden geistigen Austausch bot, sich deshalb das Man selbst die Herrschaft usurpierte und befahl, was es dem unpersönlichen Es der Vielen zu befehlen galt… Dieser H. war kein Mensch; er war ein Anonymon! Die Sieger des letzten Krieges schrieben die Kräfteverhältnisse für offenbar unbestimmbare Zeit fest, so schien es, und Entwicklung blieb in engen Bahnen befangen. Die tieferen Gründe des Wandels von vormals geistiger Höhe zu geistlosem Festhalten an politisch grundierten Lehrmeinungen zu erforschen, wäre ein sicherlich lohnenswertes Ziel an der Universität gewesen. Aber die Forschung konzentrierte sich insbesondere auf naturwissenschaftliche Gebiete, forcierte diese gegenüber den Geisteswissenschaften, deren führende Köpfe sich darin gefielen, personengebundene strukturalistische Nützlichkeitsfragen zu erörtern oder Anteil zu nehmen am Lebensgang bislang unbeachtet gebliebener zweitrangiger Landeskinder der ferneren Vergangenheit. Die entscheidenden Stellen bei der Vergabe von Forschungsgeldern befriedigten somit persönliche Ambitionen, derweil verlor allgemeininteressierende Fragen aus dem Blick verloren wurden. In die Geisteswissenschaften war ein Virus namens correctio vitiosa eingedrungen und befiel schon jahrzehntelang ungestört neue Wirte. Das Wesen des Geistes aber, frei sich den Gegenstand seiner Betrachtung zu suchen, wurde durch die willfährige Gewährung egomanischer Intentionen elementar pervertiert, denn eine Festlegung war allen Überlegungen, allen Absichten der einheimischen Denker durch die Sieger propädeutet, daß es nämlich in jedem anderen gesellschaftlichen System für sie nichts zu gewinnen gäbe. Und somit stand der politischen Herrschaftsform des Geldes, in der die thematisierten Landeskinder nunmehr leben mußten, die Forderung des Denkens nach Freiheit gegenüber.
Die Herrschenden vergaßen durch diese Vorbedingung für jeden einstellungswilligen Wissenschaftler, daß der Geist vor allem Freiheit vom Gelde benötigt, um Geist sein zu können! Doch was verstanden die Sieger schon davon? Hatten sie nicht Kriege auf den Weg gebracht, um diesen Geist aus der Welt zu bomben?
Edgar dachte oft über diese Stadt nach; sie schien ihm symptomatisch für die geistige Situation der Zeit: viel Trara gegen die Langeweile, im Zentrum Stille, Starre, Sturheit. Das wollten sie hier nicht verstehen, daß Anpassung an die fernen und fremden Vorbilder nur deren Probleme, nicht jedoch Eigenes entfalten hülfe. Also vergrub er sich manchen Morgen unter weichen Kissen, tauchte sich selbst in Watte. Schließlich aber stand er doch auf. Es war kein Herumwälzen mehr. Vom Stuhl nahm er ein frisches Hemd, zog es über, dann erst ging er ins Bad, wusch kurz die Beine, strich mit einer Bürste durch das kurze Haar, dem nicht viele fehlten. Am Abschluß der morgendlichen Wäsche Bildung: das war bei Edgar ganz wörtlich zu verstehen, also ein Blick in den Spiegel, ein Wiedersehen. „Hallo, du bebrillter Affe!“ grüßte er sein Spiegelbild. Nun, Edgar war kein Brillenträger. Höchstwahrscheinlich war er auch nie ein Affe gewesen. Die doppelte Verneinung ließ ihn sich selbst finden. Irgendwie beruhigte ihn die Vorstellung, mit sich den besten Schabernack zu treiben. Isa hatte Brote geschmiert, auch ein Stück Kuchen fand sich; der Kaffee mußte nur aufgegossen werden.
Edgar siebte die entwässerte Luft und sah nach der Sonne. „Spät für einen Morgen“, murmelte er. Der Frühnebel war längst durch kräftige Sonnenstrahlen aufgelöst worden. Das unfreundliche Bejahen mit einer kaum merklichen Kopfbewegung bestätigte einem Niemand diesen Sachverhalt. Eigentlich schrieb er morgens an seinen Texten, doch heute mußte er hinaus: Sommer!, mußte in die umliegenden Berge, ins lebenspendende Grün. Also streifte er abgetragene Sandalen über und machte sich auf den Weg. Als er den Fluß durchschwamm, überlegte er, ob er sich nicht auch einmal treiben lassen könne… Nein, angesichts der träge fließenden und zumal verdreckten Verlogenheit der Lebensader der Stadt, die mit ihrem hohen Anteil an giftigen -xiden zur allgemeinen Trägheit beizutragen schien, zog er es vor, schnell hindurchzuschwimmen. ‚Eigentlich schade, daß man den Tod fürchten muß bei diesem Wasser’, grübelte er am Ufer sitzend. Es war das einzige Gewässer weit und breit.
„He, haste mal ‘n Euro?“ fragte ein junger Mann von zweiundzwanzig Jahren mit zotteligem Spitzbart und tiefliegenden Augen. Edgar schaute auf in ein junges und trotzig-stumpfes Gesicht mit hartem Mund und zusammengewachsenen Augenbrauen. Es machte ihm keine Angst. Das unausgesprochene Leid war keinem Stumpfsinn gewichen, noch nicht, eher der Vorstufe, Langeweile. Da schoß ihm dann doch ein Gedanke durch den Kopf, der etwas wie Angst zuließ: Langeweile tötet. Nein, das Gesicht war nichts weniger als ein Gespräch, ein sorgender, unruhiger Wunsch nach Zuwendung sprach alle Menschen stumm an. So schien es ihm, auch jetzt. Edgar stand auf und lächelte mit der Kraft eines Messias:
„Ich gebe dir einen Rat, gratis.“
„Was soll ich damit? Gib mir ‘n Euro oder ‘ne Zigarette!“
„Und dann? Ist das dein Leben?“
„Keine Belehrungen! Ich bin stolz darauf, blöd zu sein“, huschten die Worte aus dem Mund des schwitzenden Punks.
„Wie wäre es, wenn du es lernst, stolz auf dich zu sein?“ fragte Edgar mit untertönigem Sarkasmus.
Edgar hatte ein Messer an der Kehle:
„Keine Belehrungen! Rück die Kohle raus, Klugscheißer!“
Edgar fingerte in seiner Tasche herum: ein Buch, ein Taschentuch, ein Taschenmesser, Bonbonpapier, Tabakkrümel… das übliche Gepäck für seine Ausflüge. „Stich zu!“ sagte er grob. Erstarrung. Ein Moment Unsicherheit. Dann: Der Griff lockerte sich und Edgar gewann Bewegungsfreiheit wieder.
„Für dich wird’s schlimmer sein, wenn ich dich laufen lasse“, murmelte der Unbelehrbare und verschwand.
Kurze Zeit später stand Edgar auf einer Brücke und mußte mit sich kämpfen, nicht zu springen. Wie immer: einmal von einer hundert Meter hohen Brücke in eiskaltes Wasser springen! ‚Vielleicht doch lieber nicht. Das bringt wahrscheinlich nur eine Enttäuschung, die ich mir ersparen sollte’, beendete er diese Überlegungen. Einige fette Schwäne flatterten, gierig die Schnabelhälften aufeinander schlagend, auf ihn zu. Er mochte Schwäne nicht und ging. Die kleinen Singvögel zwitscherten ein kurzes Stück Ebene weiter ihr unvergänglich Lied. Vereinzelte Spaziergänger grüßte er freundlich zurück. Vor der Stadt hatten sich neue Firmen Grundstücke gesichert, auf denen nach und nach saubere charakterlose Leichtbauten entstanden, die beim geringsten Profitausfall wieder würden eingestampft werden. Auch die mochte er nicht. Er hatte einen Wanderstock aus dem Straßengraben gezogen, mit dem er hantierte und sich in die Vorstellung begab, einen solchen zu benötigen. Er hatte davon gelesen. Von einem Schild entzifferte er die Entfernung des nächstgelegenen Ortes, was er nicht glauben mochte und bog dann von der Straße ab, um die Höhen zu durchstreifen. „Das ist tauglich, Taugewas!“ rief er. Nun ging es bergauf. Auf halber Höhe setzte er sich nieder und schaute ins brüchige Tal: Am Wegesrand standen einige - Pflaumenbäume..
Da seh’ ich dich, wie du den Weg vor mir entlangläufst, die Hüften schwingst und die ekstasebereiten Pölsterchen unter dem engen Kleid Hoffnung spendend unserem Ziel entgegenschweben. Oh, das ist das Schönste an diesem Gang im Walde; daß ich es ahne und will. Leider bist du im fernen Italien, mit deinem Freund, den du zu lieben vorgibst und es vermutlich auch tust. Deine Tränen bei unserem Abschied aber werde ich nicht vergessen und wer weiß, vielleicht versprechen sie auch etwas.
Und SCHWUPPs! bin ich in eine Pfütze getreten. Es macht mir Spaß. Ich gehe nicht um sie herum. Ich bin ein Frosch, fühle mich wohl im weichen und lauwarmen Ort, den die Natur zum Wühlen mir gegeben. Unter meinen Füßen bildet sich eine schlurfende und schlabberige Schicht, die bei jedem Auftreten ein schmatzendes Geräusch von sich gibt, so daß ich es fast schon bereue, in diesen kleinsten Morasten Abwechslung von der Hitze des Tages gesucht zu haben. - Auch jetzt noch klebt der getrocknete Waldschlamm an meinen Schenkeln.
Am Wegesrand stehen Pflaumenbäume. Die Wirtin mittags in der Schenke meinte, ich solle den Weg durch das freundliche Grün des ländlichen Pfads zurückgehen; wovon sie nicht sprach, das waren diese prallen und unreifen Früchte am Wegesrand. Ich kann nicht widerstehen, reiße mir die erhoffte Süße von den Zweigen, aber entsetzt darüber, was sie mir antun, spucke ich aus, und dennoch: Immer wieder will ich glauben, es käme da noch eine Frucht, die Süße schenkt. Ein Stück Wegs weiter plagt sich der Aufschwung und bedeckt die Bäume mit einem schmierigen tönernen Film. Nachdem ich die Frucht mit meinem Speichel säuberte, tut sich das geahnte Blau schwer. Ein Farbenspiel, eine Verwirrung. Das äußerliche Blau kämpft mit der Unreife des Gelben. Daraus wird Grün werden. Vielleicht. Die blaue Schönheit aber fließt samt meiner Spucke davon. Ich werfe die Reste auf die Bagger und LKW, halt’ eben nicht viel davon. Was soll diese Gaukelei? Der Dreck versteckt kein süßes Blau, sondern saures Gelb-Grün! Wer will mir anderes weismachen?
Jetzt wird mir kalt. Es ist Abend geworden. Zum Glück steht vor mir eine Scheune. Vorhin, beim Hinweg am Vormittag, waren Bauern damit beschäftigt, sie mit Strohballen zu füllen. Ihr mürrischer Blick galt dem Eindringling: Als ob ich mit meinen schmutzigen Füßen in ihre Stuben Tapsen machte. Was kümmert’s mich! Sie bereiteten unwissentlich mein Schlaflager. Bald liege ich träumend im weichen Heu und sehe wieder nur dich, wie du den Weg vor mir entlangläufst… hatte er vor Jahresfrist geschrieben. Er erinnerte sich dieses Textes, der vor drei Tagen noch Hoffnung und Last zugleich ausdrückte, heute jedoch nur verblichene Literatur abgab. Vor einem Pflaumenbaum blieb der Wanderer stehen, riß eine Frucht ab und wischte mit Spucke den Dreck ab. Blau, nicht grün! ‚Dann wenigstens süß’, dachte er und biß in die madige Ernte eines Vormittags. Hungrig griff er in die Zweige der Bäume und suchte die saftigsten Früchte. ‚Wenigstens bleibt mir das, die Selbstversorgung.’ Er lächelte: ‚Sie haben es mir nicht verziehen, daß ich ihren Schablonen nicht folgen wollte oder konnte, was imgrunde genommen gleichgültig blieb’, dachte er versponnen.
Diese Heuchler! Wollten meinem Talent angeblich durch Erweiterung in den akademischen Disziplinen einen freieren Standpunkt verschaffen. Statt dessen, wenn sie ganz ehrlich wären, so wollten sie mich nur zu einem Rädchen in ihrem Getriebe machen. Diese Schweine! System! Ha! Systematische Überlegungen, unzählige Vergleichsmöglichkeiten und gegebenenfalls punktuelle Genauigkeit in Detailfragen. Na gut. Methode. Hab ich mitgenommen, aber ihr Ziel war es doch, mich zu kaufen. Mein Denken zu ihrem Recht machen!’ trotzte Edgar. ‚Übergenaues Hinsehen zerstört den Gesamteindruck und außerdem kann ein Mensch nicht ewig gegen seine Natur leben. Eines Tages mußte der angestaute Groll herausplatzen, ich konnte die Hundsdemut gegenüber der formalen Entwürdigung des eigenen Denkens nicht hinnehmen’, dachte er und rief laut: „Drum rede ewig, wie du’s willst!“
Aufgeweichter Weg stülpt Gedanken um. Man(n) vergräbt sich im Morast, lädt das Denken in die Dunkelheit des Mütterlichen, wo des Kindes Sehnsucht Geborgenheit fand. Edgar hörte die Vögel und verstand sie. Sie sangen sein Lied, zogen im Herbst in den Süden, dort weiter zu träumen. Wovon auch immer! Das Wort Zweck verschwand wegen der Vielzahl unsinniger, sich gegenseitig gleichhebender Argumente, schwand zu einem Klumpen harschgrauer Enge, weggeworfen und aufgehoben in den Tiefen des Wegmorastes, in dem als Kind schon die Füße Grund suchten - oder auch nicht -, die Mutter schimpfte, der Vater lachte, sich am Sohn erfreute.. Das war aus dem Kreis. Lächelnd zertrat er einen Klumpen hartgewordenen Morast, spie aus, als ob die saure Pflaume noch dazu drängte. Drängen, um etwas zu sein oder zu werden! Heute konnte er an der Vorstellung keine Freude empfinden, daß der Mensch Zweck sei. Edgar degoutierte diese Kantsche Anmaßung, zumal die daraus folgende Forderung des Sosollesseins nur utopisch bleiben konnte. „Der Mensch ist nur eine Kleinigkeit, niemals Endzweck der Schöpfung. Er kann nur ein Mittel sein“, murmelte Edgar und stocherte in einem Ameisenhaufen auf der Suche nach den Transportwegen. Alles andere erschien Edgar ruchlos, banal und überkandidelt.
Er hielt vor einem Schild, das ortsunkundige Studenten im letzten Studentensommer aufgestellt hatten. Er las seltsam fremde Bezeichnungen ihm eigentlich bekannter Stellen der Waldeshöhen und -tiefen und staunte über den Erfindungsreichtum der Gäste, die ihnen unbekanntes Terrain einfach neu benamten. ‚Vielleicht ist alles nur eine Frage der Namengebung’, mutmaßte Edgar. Er legte sich auf das saftiggrüne Gras oberhalb eines Quells und schlummerte kaum gestört vom sprudelnden Plätschern des sauberen Wassers. Als er sich eine halbe Stunde später erhob, suchte sein Staunen das köstliche Naß, dieses fließende Kristall, das ihm die Träume in Bewegung hielt und ihn weit weg führte. Er trank. Es war köstlicher als der süßeste Wein. Er unterbrach das Trinken. Sie war wieder da, in ihrer Reinheit, blaß und durchsichtig, doch unwiderstehlich. Er athmete freier, glücklicher, sehnsüchtig. Die Kraft war zu ihm zurückgekehrt; an dem heraus ragenden Ast einer knorrigen Eiche übte er einige Klimmzüge, grüßte den stummen Zeugen, wünschte sich zurück in eine Zeit, die diesen Baum noch in Saft und Kraft kennen mußte. Dann ging er weiter aufs freie Feld. Der Blick schweifte über das Hochplateau, ein brachliegendes Feld, auf dem er manche Sommernacht schlief, wenn die Schwüle der Stadt ihm die Luft zum athmen zu nehmen drohte. Hier oben war vieles anders, vieles Erinnerung vor jeder ihm möglichen. Und zumeist konnte er nach einer solchen Nacht dann unbeschwert in die drückende Stadt zurückkehren.
Wenn es stimmen soll, daß der Romantiker den Blick in die Vergangenheit richtet, da er es in der Gegenwart nicht auszuhalten glaubt, der Zyniker aber in der Gegenwart verweilt, weil er es in der Zukunft nicht auszuhalten denkt, so gilt für den einsamen Liebenden nur der Blick in die Zukunft, die sich aber ergibt aus der Vergangenheit, weswegen oft Romantik und Liebe in Eins gesetzt werden. - Edgar liebte diese Konklusionen, die nicht entscheidbare Voraussetzungen durch Verwirbelungen wahr machten. „Lirum larum Löffelstiel, nun ist der Verwirrung viel“, sang er und sprang hopsend über fast ausgetrocknete Lachen des letzten großen Regens.
Edgar hoffte auf die Wiederkehr des Früheren im Gewande des Zukünftigen: Er wollte es greifen! Das Gewand war ihm nicht gleichgültig, schließlich bestimmt auch Form den Inhalt, dessen war er gewiß: Warum sollte meine Mutter mich sonst erzogen haben? Da blieben seine Gedanken stehen. „Mutter!“ sagte er laut. Er schniefte in der unnachahmlichen Art der Wolkensteins und vergrub die Hände in den Hosentaschen. Die Unterlippe straffte sich, wurde hart wie ein zu schnell trocken gewordenes Stück Leder. Die Mutter war längst gestorben. Der Vater lebte weit weg. Edgars Onkel hatte ihn nach einem Streit um moralische Werte aus dem Familienhaus verjagt. Der Vater arbeitete ein Vierteljahr in seinem Beruf eines Architekten, um dann ein Vierteljahr im Ausland irgendwo zu lachsen. Edgar wußte nicht, ob er ihn um dieses Leben beneiden sollte. Er tat es schließlich nicht. Statt seinen Vater an irgend einem Gebirgsbach in Schottland oder Norwegen zu suchen, legte er sich ins trockene Gras, ein paar Meter weg vom Weg und döste. An so gar nichts zu denken und darauf zu warten, was geschehen würde, was das erste wäre, woran er Freude empfände; diesen Zustand gedehnter Zeit nahm er oft wahr. Und die Unterlippe wurde wieder weicher.
Die häßliche lästige Fliege mit goldgelbem Hinterteil kümmerte sich nicht um die Gedanken dieses Eindringlings. Edgar war ein Stück Fleisch, dem sie sich beinahe ungestört widmen konnte. Sie flog einmal rechts um den immer wütender Werdenden herum, dann tat sie so, als ob sie nun genug des Spiels hätte und nahm auf einem beiliegenden Geäst Platz. Nach kurzer Zeit überkam sie eine ungeheure Sehnsucht nach dem süßlich-duftenden Menschenfleisch, sie putzte die Flügel und SSSt! war sie erneut bei ihrem höchst eigenen, sehr speziellen Langschläfer, dessen Artistik nie und nimmer einen Bewegungsablauf hervorbrächte, der sie von diesem zwar alten, aber immer noch vorzüglich schmeckenden Stück Schwitzfleisch jagen könnte. Die Fliege, zu der sich bald eine Schwester gesellte, und noch eine.. Die Fliegen hatten Edgar zurück in die Stadt getrieben. Wer will das schon glauben? Er stand vor der Erlöser-Kirche, ging hinein, wollte reden.. Oder doch nicht? Was kann einen jungen Mann antreiben? Erlösung? Erinnerung an eine schöne Frau? Lust? Immer nur Lust?
Edgar stand schließlich irgendwann auf und lief den Waldweg weiter. Ganz in der Nähe glitzerten polierte Fensterscheiben, luden zum Verweilen ein. Edgar setzte sich in den Garten des Waldwirtshauses, bestellte ein großes Bier und erfreute sich an der Schönheit der ranken und schlanken Saaltochter. Edith war nicht sehr groß, etwas größer als Isa. Die festen Arme trugen gewandt die schweren Tabletts zu den durstigen Gästen. Ein tiefroter Mund lächelte unentwegt den Gästen zu, bei Edgar lächelten auch die großen schwarzen Augen, denen sie jeden Morgen die sicherste Wirkung zu verschaffen wußte. Edgar zog sie an der schmiegsamen Taille nach unten und küßte ihren Mund. Sie wendete nach dieser Begrüßung schelmisch den Kopf. Edgar verstand, blieb jedoch sitzen. „Hat es dich wieder einmal zu mir getrieben?“ Sie stülpte, wie Edgar es gelegentlich tat, nach der Frage die Unterlippe um, straffte kurz darauf die Stirn und lachte herzlich. Es war nicht so wichtig: Jetzt war er ja da! Die Zeit war zu ihr zurückgekehrt. Was galt schon ein Jahr! Als sie noch gemeinsam im Städtischen Gymnasium Briefe tauschten, später sogar beisammen wohnten, da lag die ganze Welt zu ihren Füßen. Edith mußte jedoch nach der zufälligen Bekanntschaft Liliths schnell begreifen, daß sie keine Option auf Edgar besaß.
„Die Wasser flossen nicht weiter“, sagte er.
„Ach, Edgar, tu nicht immer so geheimnisvoll! Komm her!“ Sie zog an seinem Arm, so daß er aufstehen mußte, legte den gezähmten Liebesdiener nächtlicher Phantasien behutsam über ihre Schulter und schmiegte sich an: „Ist es endlich soweit? Wann heiratest du mich? Du hast es versprochen“, maulte sie kokett. „Das war vor zwölf Jahren. Ich schwindelte.“
„So kennen wir dich. - Ich habe mit nichts anderem gerechnet.“ Sie machte sich los und straffte ihre Uniform. „Wie lange willst du diesmal bleiben?“ fragte Edith nebenher.
„Eine Nacht. Vielleicht zwei.“
„Für dich zählen immer noch nur die Nächte, nicht wahr?“
„Die Tage sind mir zu zäh.“
„Ich muß weiter. – Schlüssel hängt vorn. Ich komme spät. Es soll ’ne kalte Nacht werden“, sprach sie und umkurvte geschickt einen querstehenden Holzstuhl von Tisch 7.
„Weiß Gott“, murmelte Edgar.
Die Angst vor der kommenden Nacht jammerte ihr Lied, klagte der Zukunft unberechenbare Klänge. Vorfreude auf Ediths liebevolle Hingabe; Angst vor den Fragen danach. Wenig später lagen die Beine auf dem Tisch, und er las in einer Fußballzeitung. Ein Bild ließ ihn lachen. Darauf streckte ein Stürmer spitzbübisch die Zunge heraus, weil er seinem Gegenspieler den Ball durch die Beine gespielt hatte. ‚Ein Lob dem Photographen! Das sind die Augenblicke, auf die ein ganzes Leben zielt’, dachte Edgar, warf dann jedoch das Blatt wütend beiseite, trank den letzten Schluck des inzwischen lauwarmen Bieres, stand auf, schob den Stuhl wirsch an den Tisch heran und ging den Schlüssel für das Zimmer holen. Oben stellte er fest, daß manche Orte ihr Aussehen nicht änderten. Das beruhigte sein ruhebedürftiges Gemüt. Aus dem alten Krug auf der Biedermeier-Kommode ließ er kühles Wasser in die emaillierte Waschschüssel fließen, tauchte das Gesicht bis auf den Grund und trank. Ein Handtuch benötigte er nicht, wie sollte sonst das Wasser in den Hals gelangen, von dort über Brust und Bauch hinablaufen und ständige Kühle versprechen? Ein Genuß. Vereinzelt rieselten erhitzte Tropfen auf den Boden und versackten langsam im trockenen Holz. Langwierig erschien alles an diesem Ort, der foppte, im Nirgendwo zu liegen. Moder. Auf dem Tisch lagen Zeitungen von 1982! Im Nachttischschränkchen fand er ein Buch des Realismus. Sein Blick verblieb auf dem Umschlag, aufschlagen konnte er es nicht. Trotzdem trieb die Neugier, das Gewisse bestätigt zu finden.
Im Umgang mit den Dingen in diesem Haus war höchste Achtsamkeit befohlen: Behutsam öffnete er also den Kleiderschrank. Unmerklich schloß sich die ungefüge Tür, nachdem Edgar wußte, daß alte Wäsche dahinter weste. An den Wänden kündigten Bilder von der Pracht eines Kaisergeschlechts, dem der einstige Besitzer Vertrauen schenkte, Hand und Herz ihm subordinierte in Gottvertrauen. Der gezwirbelte Schnurrbart kündigte Entschlossenheit an und verbat sich eben jeden Widerspruch.
‚‚Widerspruch steht gegen jede Erziehung!’ sagte Vater. Aber ohne Widerspruch ist keine Entwicklung möglich, möchte ich ergänzen’, dachte Edgar.
Den Rest des Abends trommelte sein Gedächtnis verschiedene Paraden, er dachte an Erziehung, an das Grenzmarkieren des Heranwachsenden, dachte an Wandlungsprozesse und schließlich an Evolution. Da bewegte sich etwas in ihm, ein Widerhaken, an dem sich seine Gedanken verfingen; dem wollte er auf den Grund gehen:
‚Evolutionstheorien sind die letzte Zuflucht der Atheisten zu einem Gott. Sie glauben an die Allmacht der Naturgesetze und begreifen nicht, daß diese Gesetze nur schärfer formulierte Spielregeln umfassen, die gelegentlich durch den Menschen selbst geändert werden können. Beweis? Unglaublichste Entdeckungen in den Naturwissenschaften. Fehlende Zwischenglieder in der Kette, aufgefundene Reste, die die zergliederte Kette zerreißen, immer aufs neu Theorien ermöglichen, die allesamt haltlos sind, früher oder später. Nur ich, ich bin!’
Das unentdeckte Land, dem er selbst schon Jahrhunderte auf der Spur war, prägte seinem Streben, seiner Gier nach Unendlichkeit den Stempel der Ewigkeit auf: Er fühlte sich wiedergeboren in so vielen Altvorderen, die in den Büchern seiner Kenntnis Gestalt fanden. Er las sie geflissentlich im Hinblick auf Wiedergänger, suchte Spuren überall in anderen, die ihm naturgemäß Teil seiner selbst wurden.
„Die Unendlichkeit verwirbelt Positionen, Perspektiven, von denen aus ein Endliches in seiner ganzen Tiefe erfaßt würde werden können“, meinte ein Lehrer Edgars.
Der Lehrer bezweifelte, daß Edgar seine „verdrehten Darstellungen würde überwinden können, was einem sozial verantwortlichen Mitmenschen notwendige Eigenschaft sein sollte“. Edgar zuckte lächelnd die Achseln, denn wollte er nicht aus jeder Endlichkeit vertrieben werden? Er trieb die Zeit bis an ihren mutmaßlichen Anfang, als sich Fragen überhaupt bildeten. Er dachte nach über menschliche Eigenschaften, ewige Charaktere schienen ihm die Vergangenheit prägenden Vorfahren aus Mesopotamien und Ägypten:
‚Wie ist es mir möglich, einen 5000 Jahre alten Text zu verstehen? Neben dem Veränderlichen, was nicht zu verstehen ist, muß es demnach etwas Festes geben!’ schlußfolgerte er.
Vielleicht gab es eine Entwicklung des Menschengeschlechts aus den Quastenflossern über die Horden der Affen bis zum homo sapiens sapiens, vielleicht entsprang der Affe gar dem Menschen, vielleicht lebten Affe und Mensch in Lebensformen Jahrmillionen nebeneinander her?’

Ich war bei meinem Herren in den Himmeln,
als der Teufel in die Tiefen der Hölle fiel.
Ich trug vor Alexander das Banner
und sah Sodom und Gomorrha brennen.. (Taliesin)

Nachsatz: Der Abschied von Edith am Morgen verlief fröhlich und unbeschwert. Edgar hatte das Gefühl, eine alte Freundin zu verlassen. Das war sie auch. ‚Herrlich, daß die Dinge manchmal so sind, wie sie aussehen’, dachte er, suchte wieder sein Stöckchen, fand es nicht, suchte ein neues und ging den Weg in seine Stadt unbeschwerter zurück, als er ihn gestrigen Tages noch gekommen war.

 
vergangenheit.txt (1072 views) · Zuletzt geändert: 2016/10/10 17:27 von aerolith
 
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